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APA-Artikel 29. Juni 2015

WGKK und Ärztekammer einigten sich auf Honoraranhebung

Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und die Wiener Ärztekammer haben sich geeinigt. Seit heute, Montag, gibt es einen Honorarabschluss bis 2017, wie beide Verhandlungspartner per gemeinsamer Aussendung mitteilten. Inhalt der Einigung: Eine Honorarsteigerung von durchschnittlich vier Prozent pro Jahr sowie mehr Geld für den Ärztefunkdienst.

Konkret ist für den Zeitraum 2015 bis 2017 eine Gesamtsumme von 1,58 Milliarden Euro vorgesehen. Diese werden jedoch nicht per Gießkannenprinzip verteilt. Vielmehr sollen gewisse Fächer besonders berücksichtigt werden - genau die Allgemeinmediziner, Kinderärzte sowie Gynäkologen. Zusätzlich wird der Ärztefunkdienst finanziell besser ausgestattet.

"Das bedeutet, dass die Versorgung der Menschen auch am Abend, in der Nacht sowie an Wochenenden und Feiertagen noch besser gewährleistet ist", so WGKK-Obfrau Ingrid Reischl. Im Zuge der Gesundheitsreform ist eine Stärkung des Ärztefunkdienstes zur Entlastung der Spitalsambulanzen vorgesehen. Mit der Einigung sei die Versorgung der Wiener Bevölkerung für die nächsten drei Jahre gesichert, meinte Reischl.

"Mit dem heutigen Abschluss ist ein erster Schritt getan, die Situation zu verbessern, es liegen aber noch einige Herausforderungen vor uns", erklärte der Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, Johannes Steinhart. Gerade die Stärkung des Ärztefunkdienstes durch die Anhebung der Honorare sei wesentlich, um wieder mehr Ärzte für die Dienste zu gewinnen und so personelle Engpässe zu vermeiden. Derzeit gebe es vor allem an Wochenenden und Feiertagen Probleme.

Neu bzw. moderner sind nun die Leistungskataloge für Fachärzte für Neurologie sowie Psychiatrie. Die jeweiligen Berufsgruppen bekommen nun einen eigenen Honorarkatalog. Zusätzlich hätten die Verhandlungspartner flexiblere Regelungen zur Verlegung von Arztstellen vereinbart. Damit soll künftig besser auf Bevölkerungsstruktur und Stadtentwicklungsgebiete reagiert werden, hieß es.

apa.at

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