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APA-Artikel 24. Juni 2015

D: Urteil im Prozess gegen falschen Schönheitschirurgen erwartet

Dutzende Schönheitsoperationen soll ein 31-Jähriger vorgenommen haben, ohne Arzt gewesen zu sein. Wegen gefährlicher Körperverletzung, Betrugs und Missbrauchs von Titeln in 110 Fällen steht der Mann vor dem Landgericht Regensburg. Am Mittwoch (09.00 Uhr) werden die Plädoyers und das Urteil erwartet. Nach einem Rechtsgespräch zu Beginn des Prozesses war dem 31-Jährigen eine Haftstrafe von vier bis fünf Jahren in Aussicht gestellt worden.

Er hatte ein Geständnis abgelegt. Der Mann aus der Oberpfalz hat sich demnach im Internet als plastischer Chirurg ausgegeben. Mit gefälschten Dokumenten und Urkunden hatte er sich einen angeblichen medizinischen Werdegang zugelegt. Gegen Barzahlung behandelte er vor allem die Gesichter seiner männlichen und weiblichen Patienten mit Silikon und Botox. Mehr als 63 000 Euro kassierte der falsche Arzt laut Staatsanwaltschaft zwischen Anfang 2013 und Sommer 2014.

In dem Verfahren hatten zahlreiche Geschädigte von schmerzhaften Schwellungen und Taubheitsgefühlen berichtet. Einige klagten nach der örtlichen Betäubung auch über Ohnmacht und Herzrasen. Ins Rollen kamen die Ermittlungen über eine besorgte Mutter aus Österreich. Sie hatte Zweifel an der Richtigkeit der Angaben zur Approbation des Mannes und schaltete die Behörden ein.

apa.at

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