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APA-Artikel 15. Juni 2015

Steirische Zahnarzthelferin soll Patienten selbst behandelt haben

Eine Zahnarzthelferin steht unter Verdacht, in der Südsteiermark selbst Patienten behandelt zu haben, wie mehrere steirische Medien am Samstag berichteten. Die 33-Jährige soll in Abwesenheit der Ärzte kieferorthopädische Behandlungen an Erwachsenen und zumindest einem Kind durchgeführt haben.

Die ausgebildete zahnärztliche Assistentin soll mehreren Zahnärzten ihrer Ordinationsräumlichkeiten in der Südsteiermark nicht nur vermietet und bei ihnen assistiert haben, sondern auch selbst zur Tat geschritten sein, berichtete die "Kleine Zeitung" in ihrer Samstag-Ausgabe. Die Frau soll u.a. Behandlungen, die ein eingemieteter polnischer Zahnarzt abgelehnt hatte, in dessen Abwesenheit selbst durchgeführt haben.

Die Betrugsgruppe des Landeskriminalamtes sei mit Ermittlungen wegen Verdachts der Kurpfuscherei und des Betrugs beauftragt und bereits eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden. Der Anwalt der Frau betonte gegenüber der "Kleinen Zeitung", es seien keinerlei belastende Beweise sichergestellt worden: "Und der Vorwurf der Körperverletzung ist völlig aus der Luft gegriffen."

Zwei Patienten hätten laut Bericht der "Kronen Zeitung" den Stein ins Rollen gebracht: Eine Mutter, weil die von der "Ärztin" angepasste Zahnspange ihrem Sohn massive Schmerzen verursacht haben soll. Bei einem weitern Patienten soll es nach einer Implantation zu einer Kieferdeformation gekommen sein.

apa.at

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