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APA-Artikel 11. Juni 2015

Legalisierung der Eizellspende brachte "Tourismus aus Deutschland"

Die Ende Februar in Kraft getretene Novelle zum Fortpflanzungsmedizingesetz hat u.a. die Möglichkeit der Eizellspende und der künstlichen Befruchtung für homosexuelle Paare gebracht. Bei den Eizellspenden gebe es einen "Tourismus" aus Deutschland, wie Vertreter der Kinderwunschklinik Wels Mittwochabend in einer Pressekonferenz berichteten.

Es herrsche eine "unglaubliche Nachfrage", sagte Leonhard Loimer, Gründer der Kinderwunschkliniken. Vier bis fünf Paare pro Tag würden in seinem Institut beraten, viele aus Deutschland. Vier Eizellen seien bisher eingesetzt worden, zwei Frauen sind bereits schwanger, "bei den anderen beiden warten wir noch auf den Schwangerschaftstest".

Da Spenderinnen kein Geld bekommen dürfen und auch ein Werbeverbot bestehe, seien sie Mangelware und kommen daher meist aus der eigenen Familie - etwa die jüngere Schwester der Frau. Den Betroffenen wäre eine fremde Spenderin aber meist lieber: "Sie fürchten, dass sich die Schwester dann in die Erziehung einmischt."

Bei lesbischen Paaren gebe es einen regelrechten Ansturm, berichtete Loimer. Diese seien froh, nun im Inland legal eine Befruchtung durchführen lassen zu können. Das erste Baby eines homosexuellen Paares, das die neue Möglichkeit in Anspruch genommen hat, dürfte in rund 15 Wochen das Licht der Welt erblicken.

apa.at

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