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APA-Artikel 11. Juni 2015

Primärversorgung - Ärztekammer mit neuen Befürchtungen

Das Modell der Primärversorgung zur Entlastung der Spitalsambulanzen lässt bei der Ärztekammer neue Sorgen hochkommen. Stein des Anstoßes ist die Schaffung einer eigenen rechtlichen Grundlage für die geplanten Zentren. Dadurch könnte das derzeitige System der niedergelassenen Ärzte und die Rolle der Ärztekammer ausgehebelt werden, so die Befürchtung von Kammer-Chef Artur Wechselberger.

Das Gesundheitsministerium sei der Ansicht, dass man ein eigenes "Primary Health Care"-Gesetz brauche. Die Kammer will die Primärversorgung aber auf Grundlage des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG) abwickeln. Nur so sei weiterhin ein Gesamtvertragssystem garantiert, in dem Sozialversicherung und Ärztekammer miteinander verhandeln und nicht "Almosenverteilung" an einzelne Ärzte passiere, meinte Wechselberger Mittwochabend vor Journalisten.

Weitere Forderungen, die die Kammer durch ein PHC-Gesetz infrage gestellt sieht: Es dürfe keinen Eingriff in die Stellenpläne und in die Einzel- und Gesamtverträge der Allgemeinmediziner geben, Ärzte müssen medizinische Leiter der Primärversorgungszentren sein, und es soll zur Aufwertung der praktischen Ärzte ohne Beschränkung des freien Zugangs zu anderen Versorgungsstufen (Fachärzte, Ambulatorien, Spitalsambulanzen) kommen. Zusätzlich brauche es eine bessere finanzielle Ausstattung des niedergelassenen Bereichs.

apa.at

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