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APA-Artikel 10. Juni 2015

Spitalsärzte - Wiener KAV: Gewerkschaft schließt Streik aus

Mit 19. Juni startet die Wiener Ärztekammer ihre Befragung aller Ärzte im Wiener Krankenanstaltenverbund um die Streikbereitschaft der Belegschaft zu eruieren. Die Gewerkschaft schloss einen Streik am Dienstag jedoch aus: "Ein Streik im Gesundheitsbereich kommt für die Gewerkschaft nicht in Frage", betonte Christian Meidlinger, Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG).

"Ich sehe keine Notwendigkeit darin, in Wiens Gemeindespitälern für Chaos zu sorgen, wenn bereits ein ausverhandeltes Paket auf dem Tisch liegt", so Meidlinger, der auch für die SPÖ im Gemeinderat sitzt, per Aussendung. Die bereits dritte Ablehnung des Angebots der Stadt durch die Kurie der Ärztekammer sei für ihn "absolut unverständlich, der Imageschaden enorm". Der Ärztekammer gehe es "doch nur ums Geld". Die Gewerkschaft hatte dem Paket schon vor Wochen in ihrem Vorstand zugestimmt.

Zudem seien Gehaltsverhandlungen und Streikbeschlüsse Sache der Gewerkschaft, erinnerte Meidlinger. Die Verhandlungen über die konkrete Umsetzung der neuen Arbeitszeitrichtlinien falle in die Zuständigkeit der Personalvertretungen vor Ort, die eine "hervorragende Arbeit machen", wie Susanne Jonak, Vorsitzende der Hauptgruppe II in der GdG meinte.

Die Wiener Ärztekammer betonte hingegen per Aussendung, dass ein Streikbeschluss sehr wohl auch "von kollektivvertragsfähigen Körperschaften alleine" - und eine solche sei die Ärztekammer - gefasst werden könne. Allerdings würde ein "Ja" der KAV-Belegschaft zum Streik nicht unbedingt auch eine Arbeitsniederlegung bedeuten. Man hoffe weiterhin auf ein Einlenken der Stadt: Die Forderungen der Ärzteschaft seien "moderat und bei ein bisschen gutem Willen seitens der Gemeinde Wien durchaus erfüllbar".

apa.at

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