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APA-Artikel 5. Juni 2015

CH: Nationalrat lehnt Vorstoss zu mehr Ausbildungsplätzen für Ärzte ab

Der Nationalrat hält nichts von einer parlamentarischen Initiative, die mehr Ausbildungsplätze in der Humanmedizin fordert. Er gab am Mittwoch einem Vorstoss von Margrit Kessler (GLP/SG) mit 93 zu 78 Stimmen keine Folge.

Kessler hatte die Kantone verpflichten wollen, so viele Ärztinnen und Ärzte auszubilden wie in der Schweiz langfristig benötigt werden. Kommen die Kantone dieser Aufgabe nicht nach, sollten sie vom Bund dazu gezwungen werden können. Dies wollte Kessler in der Verfassung verankern.

Der Rat folgte aber der Mehrheit der Gesundheitskommission (SGK). Bund und Kantone und die Universitäten seien willens, das Problem anzugehen, sagte Sprecher Ignazio Cassis (FDP/TI). Eine Änderung der Verfassung sei nicht der geeignete Weg. Er verwies auf die Universität im Kanton Tessin: Diese werde in etwa zwei Jahren etwa 100 Ausbildungsplätze für Humanmediziner anbieten.

Mit dem Nein des Nationalrates ist das Anliegen vom Tisch. Enttäuschen dürfte dies die Initianten der Volksinitiative "Mehr Ausbildungsplätze in der Humanmedizin", die denselben Vorschlag enthalten hatte. Vor etwa einem Jahr hatten die Initianten mit Verweis auf Kesslers Vorstoss die Unterschriftensammlung eingestellt.

apa.at

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