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APA-Artikel 29. Mai 2015

Welt-Nichtrauchertag - Früheres Gastro-Rauchverbot gefordert

Die Vertreter der Gesundheitsberufe in Österreich sind unzufrieden mit der Anti-Rauch-Gesetzgebung in Österreich. Die österreichische Gesundheitsberufe-Konferenz (GBK) forderte am Freitag eine raschere Umsetzung des Gastro-Rauchverbots. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wünscht eine Rauchverbot in Autos, wenn Kinder an Bord sind.

Die lange Übergangsfrist bis 2018 sei nicht im Interesse des Nichtraucherschutzes, der an oberster Stelle stehen sollte, wurde Romana Schöberl, derzeitige Vorsitzende der GBK und Präsidentin des Bundesverbands der Heilmasseure und Medizinischen Masseure Österreichs, am Freitag in einer Aussendung zitiert. "Wir wissen, dass ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher regelmäßig raucht und dass das Einstiegsalter dramatisch gesunken ist - neun Prozent der Zwölfjährigen greifen regelmäßig zum Glimmstängel." Das geplante Gesetz sei zwar ein großer Fortschritt, die langsame Umsetzung hingegen negativ zu bewerten.

In Großbritannien wird ab Anfang Oktober dieses Jahres ein Rauchverbot im Auto gelten, wenn ein Kind mitfährt. Der VCÖ forderte diese Regelung am Freitag auch für Österreich. Laut Studien sei die Schadstoffbelastung beim Rauchen im Auto bis zu 30 Mal so hoch wie in einem Lokal, wo geraucht wird. Solche Verbote existieren auch bereits in Griechenland, Zypern, Australien und Kanada. Bei einer repräsentativen Umfrage unter Führerscheinbesitzern hätte in Österreich jeder achte angegeben, beim Autofahren zu rauchen.

Für die Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher hatte deren Bundesleiter Robert Rockenbauer bereits am Donnerstag vor einem Husch-Pfusch-Gesetz gewarnt. In Trafiken sollte es ein Rauchverbot geben, in allen Gesundheitseinrichtungen. In Hotels sollten keine Raucherräume eingerichtet werden dürfen. Es fehlten in dem geplanten Gesetz auch rigorose Strafen.

apa.at

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