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APA-Artikel 28. Mai 2015

Gesundheitsreform: Zwei Drittel der NÖ Landes-Zielsteuerung umgesetzt

Niederösterreich befinde sich auf einem "guten Weg" in Sachen Gesundheitsreform, bilanzierte LHStv. Wolfgang Sobotka (ÖVP) in einer Pressekonferenz am Donnerstag anlässlich "ein Jahr NÖ Landes-Zielsteuerungsvertrag". Von 42 Maßnahmen aus dem "Jahres-Arbeitsprogramm" seien bereits zwei Drittel umgesetzt worden bzw. in Arbeit.

Als Beispiele führte Sobotka das Diabetesprogramm Therapie Aktiv, die flächendeckende Palliativ- und Hospizversorgung sowie Programme zur Beratung und Unterstützung von Kindern psychisch kranker Eltern an. Das verbliebene restliche Drittel sei von Bundesvorgaben abhängig, erläuterte er, weshalb diese Maßnahmen noch ausständig seien. "Wenn wir nicht wissen, wie ein Primary Health Center aussehen soll, wie versorgungswirksam es ist, dann macht das keinen Sinn." Es bedürfe eines Gesetzes oder einer Verordnung der Gesundheitsministerin, damit man loslegen könne, "sonst ist es ein Etikettenschwindel".

Im Rahmen der Pressekonferenz stellte Sobotka auch den neuen NÖ Landes-Zielsteuerungskoordinator Thomas Gamsjäger vor. Der ärztliche Direktor im Klinikum St. Pölten-Lilienfeld wurde am Mittwoch bestellt. Gamsjäger sei durch sein praktisches Wissen und seine Erfahrungen für diese Funktion "prädestiniert". Er werde aber auch weiterhin seine bisherige Position ausüben.

Als eine weitere Maßnahme, die im Rahmen des NÖ Landes-Zielsteuerungsvertrags umgesetzt werde, sprach Sobotka den Bereich der Demenzversorgung an. Aktuell gebe es in Niederösterreich 22.000 Demenzkranke. Experten würden aber bis zum Jahr 2050 mit einer Verdoppelung rechnen. Ziel sei es daher, Versorgungsprogramme für Betroffene und Angehörige zu entwickeln und einen stufenweisen Ausbau der Versorgung unter Einbeziehung bestehender Strukturen (Kliniken, Pflegeheime, mobile Betreuung) zu erreichen.

Ehrgeizig zeigte sich der Landeshauptmann-Stellvertreter auch in Bezug auf das Projekt "Apollonia 2020" der NÖ Initiative "Tut gut!": Angestrebt sei eine deutliche Reduktion der Karieshäufigkeit bei Sechsjährigen im Bundesland. Bis 2020 sollen gemäß dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 80 Prozent dieser Altersgruppe kariesfrei sein. Laut Sobotka liegt man aktuell bei mehr als 53 Prozent.

apa.at

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