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APA-Artikel 27. Mai 2015

CH: Drastische Fehler in Waadtländer Psychiatrie-Klinik

In der Waadtländer Psychiatrie Fondation de Nant ist es zu drastischen Fehlern bei der Aufnahme und Behandlung von Patienten gekommen. Unter anderem wurden Informationen über Patienten nur mündlich weitergegeben. Die Klinik wird als Sofortmassnahme unter Aufsicht des Universitätsspitals Lausanne gestellt.

Zum Bericht kam es nach mehreren Klagen und kritischen Vorfällen in der Fondation de Nant, welche in der Waadtländer Riviera mehrere Standorte betreibt. Ein Vater eines jungen Mannes, welcher Suizid begangen hatte, reichte eine Klage ein, weil sein Sohn schlecht behandelt worden sei.

Darauf suchte eine vom Kantonsarzt angeführte Delegation die Psychiatrie auf und prüfte das Behandlungszentrum für Erwachsene. Dort fanden sie gravierende Fehler beim Aufnahmeprozesses der Patienten vor, wie der Kanton am Mittwoch mitteilte.

In der Psychiatrie herrschte eine mündliche Übergabe der Patienten vor, obwohl ein elektronisches Dossier hätte angelegt werden müssen. Dieses führte zu einem Mangel an Rückverfolgbarkeit von wichtigen Informationen, darunter auch zum Risiko eines Suizids oder zur Aggressivität der behandelten Person.

Diese Vorgänge könnten Ursache für Zwischenfälle gewesen sein, insbesondere in den Nächten und am Wochenende, hält der Kanton fest. Die Fondation de Nant wird nun ab dem ersten Juni unter die Aufsicht von Jean-Nicolas Despland, dem Chefmediziner der Psychiatrie des Universitätsspitals Lausanne (CHUV), gestellt.

apa.at

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