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APA-Artikel 26. Mai 2015

Neuer Chirurgiekomplex an Grazer LKH-Uniklinikum nimmt Gestalt an

Der Um- und Neubau des Chirurgiekomplexes am Grazer LKH-Universitätsklinikum nimmt erkennbare Gestalt an. Die Übergabe der ersten von insgesamt vier Bauetappen ist für 2017 geplant, zeitlich und finanziell liege das Projekt im Rahmen, hieß es am Dienstag bei einem Rundgang durch die Großbaustelle mit den KAGes-Vorstandsvorsitzenden und Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP).

Die "Chirurgie neu" stellt den größten "Brocken" des Gesamtprojektes "LKH 2020" dar. Es umfasst u.a. neben der dringend notwendigen Sanierung und Neubau der Uniklinik für Chirurgie, die Neubauten der Uniklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sowie der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin. Um die Finanzierung des lange fälligen Um- und Neubaus der Chirurgie wurde lange gerungen. Im Sommer 2013 wurde schließlich mit dem Neubau begonnen.

"Das Projekt Chirurgiekomplex ist zurzeit die größte Baustelle der KAGes und kostet bis zur Gesamtfertigstellung rund 250 Millionen Euro. Wir liegen trotz der Größe und der technischen Herausforderungen bei diesem Bauvorhaben sowohl zeitlich als auch finanziell im Rahmen und achten darauf, dass es auch bis zur Eröffnung so bleibt", versicherte Ernst Fartek, Vorstand für Finanzen und Technik, im Rahmen der Führung durch das Baugelände.

Die vier Bauetappen sollen in einem Zeitrahmen von zwölf bis 14 Jahren abgeschlossen sein. Die Finanzierung erfolgt gemäß dem Vertrag "LKH 2020" zu zwei Dritteln durch Mittel des Landes Steiermark und zu einem Drittel durch Mittel des Bundes. Landesrat Drexler wies darauf hin, dass es sich um "eines der wichtigsten Bauwerke und in der Dimension das größte Bauwerk für die medizinische Versorgung der Steirer in allen Landesteilen" handle.

Die bisherige Grazer Chirurgie besteht aus einem aus der Entstehungszeit des Klinikums Graz stammenden Altbau und dem in den Anfang der 1970er-Jahre entstandenen zehngeschossigen Chirurgiehochhaus. "Ein Weiterwursteln in den alten Gebäuden in extrem beengten Räumlichkeiten hätte dazu geführt, dass wir in naher Zukunft Patientinnen und Patienten nicht mehr umfassend jenen medizinischen Fortschritt zukommen hätten lassen können, der international üblich ist", betonte KAGes-Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg.

Die Übergabe der ersten und größten Bauetappe findet 2017 statt. Bis dahin wird südlich im Anschluss des bestehenden Chirurgiehochhauses der sogenannte D-Trakt als achtgeschoßiges Stationshaus sowie ein dreigeschoßiger Funktionstrakt errichtet und eingerichtet. Die Kosten für diese Bauetappe, deren Dachgleiche bereits gefeiert wurde, wurden mit rund 119 Millionen Euro beziffert.

Im Funktionstrakt werden 16 Operationssäle, zwei Intensivstationen sowie eine Tagesklinik untergebracht, erklärte Michael Pansinger, Teamleiter Planung in der KAGes. Nach Fertigstellung des D-Traktes übersiedeln die Einheiten des bisherigen Chirurgiehochhauses in den Neubau damit die Generalsanierung des Gebäudes aus den 1970er-Jahren in Angriff genommen werden kann. Zuletzt soll der Altbau (A-Komplex) saniert werden.

apa.at

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