zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 20. Mai 2015

Steirerin starb nach Herz-OP - Staatsanwaltschaft ermittelt seit 2014

Der Tod einer 66-jährigen Südsteirerin vor einem Jahr im LKH Graz beschäftigt die Staatsanwaltschaft (StA) Graz. Die Frau war 15 Tage nach der Herzoperation im Spital verstorben, nachdem sich ihr Zustand plötzlich verschlechtert hatte. Erst zu Wochenbeginn habe man alle erforderlichen Befunde erhalten, bestätigte der Sprecher der StA der APA einen Bericht der "Kleinen Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe).

Nach dem Tod seiner Frau waren für den Ehemann viele Fragen offen: Die 66-Jährige aus dem Bezirk Leibnitz sei zwei Wochen nach der Operation auf dem Weg der Besserung gewesen und bereits auf der Normalstation, als sich ihr Zustand in der Nacht verschlechtert habe. Eine Notoperation sei erst am nächsten Nachmittag durchgeführt wurden. Zwei Stunden später war die Frau tot, schilderte der Ehemann im Zeitungsbericht.

Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz bestätigte am Mittwoch, dass der Fall kurze Zeit später durch die Anzeige des Ehemannes bei der Staatsanwaltschaft ins Rollen gekommen war: "Die Anzeige ist nicht wie üblich nach der Obduktion vom Krankenhaus, sondern vom Gatten selbst erstattet worden - während die Obduktion offenbar noch durchgeführt wurde." Bei der von der Staatsanwaltschaft daraufhin angeordneten Obduktion seien dementsprechend die Organe nicht mehr vollzählig vorhanden und die Todesursache nicht mehr genau feststellbar gewesen.

"Unüblich" sei laut Bacher die lange Dauer der Übermittlung des Obduktionsbefundes, die sich über Monate hingezogen habe. Auch die Weiterleitung eines weiteren Röntgenbefundes musste vonseiten eines hinzugezogenen Sachverständigen mehrfach urgiert werden. "Tatsache ist, dass wir die Unterlagen am Montag bekommen haben. Sie werden dem Sachverständigen übermittelt, der daraus sein Gutachten erstellen wird", so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Vonseiten der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) wollte man unter Berufung auf das laufende Verfahren vorerst keine Auskunft zu dem Fall geben. Die lange Dauer der Befundübermittlung wurde bedauert, als Ursache wurde ein "Kommunikationsdefizit" vermutet, dessen Ursprung noch gesucht werde.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben