zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 19. Mai 2015

Spitalsärzte - Rezar und Lang verkünden Einigung im Burgenland

Nach weiteren Verhandlungen über die Spitalsärztegehälter haben Land Burgenland und Ärztekammer am Dienstag eine Einigung verkündet. "Wir haben die Grundgehälter der burgenländischen Spitalsärzte deutlich angehoben", sagte Landesrat Peter Rezar (SPÖ) nach dem Gespräch. Die Forderungen der Ärztekammer seien "nach intensiven Gesprächen erfüllt worden", erklärte Ärztekammerpräsident Michael Lang.

Man sei mit dieser Erhöhung der Gehälter "sehr, sehr attraktiv", so Rezar. Er freue sich, dass es gelungen sei, für die Spitalsärzte "auf gemeinsamem Wege diesen Erfolg zu erzielen." Gleichzeitig soll es nun auch ein flexibleres System bei den Tagesdienstzeiten der Ärzte geben. Außerdem würden die Rufbereitschaften erhöht. Detailregelungen sollen nun noch "einer abschließenden Berechnung unterzogen werden", erläuterte Rezar.

Am Dienstag soll dann die Vereinbarung unterschrieben werden. Vorbehaltlich der Urabstimmung, die die Spitalsärzte noch durchführen, könne die Regelung mit 1. Juli in Kraft treten, berichtete der Gesundheitslandesrat.

Man habe stets gesagt: "Wir müssen auf das Gehaltsniveau der Steiermark angehoben werden, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dies ist von der Politik zugesagt worden", erklärte der Ärztekammerpräsident. Dieses Ziel sei nach heute "sehr konstruktiven Gesprächen" erreicht worden. "Wir sind nun mit diesem Entlohnungsschema konkurrenzfähig", so Lang. Dieses ziele ab auf ein hohes Grundgehalt mit entsprechender Akzeptanz und Entlohnung für Überstunden, die aber in Zukunft weniger würden.

"Vorbehaltlich dieser positiven Urabstimmung haben wir uns geeinigt", erklärte der oberste Standesvertreter. Das Ergebnis und vor allem die Zahlen im Detail müssten nun noch in den Krankenanstalten präsentiert werden.

"Wichtig für uns ist, dass durch dieses Ergebnis garantiert ist, dass unsere fünf Standorte im Burgenland größtmöglich abgesichert sind", stellte Heinz Kulovits, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates LKH Burgenland fest. Somit könne man 3.500 Mitarbeitern eine Zukunft garantieren. "Ich glaube, wir haben für das Gesundheitswesen im Burgenland einen ganz, ganz großen Schritt erreicht", meinte Kulovits.

Das Land kostet das ausverhandelte Paket künftig jährlich rund 6,5 Mio. Euro. Bei den heutigen Gesprächen stand nicht mehr die Gesamtsumme im Vordergrund, sondern Details, etwa die Anhebung bei einzelnen Gehaltsstufen.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben