zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 18. Mai 2015

CH: Jedes fünfte Spital hat akute Probleme bei Suche nach OP-Personal

40 Prozent der Spitäler haben Probleme, genügend nicht-ärztliches OP-Personal zu finden. Bei 20 Prozent der Spitäler sind die Rekrutierungsschwierigkeiten akut. Dies zeigt eine Erhebung, welche das genaue Ausmass des Fachkräftemangels im Operationsbereich erstmals beziffert.

Der Fachkräftemarkt im OP-Bereich sei ausgetrocknet, unter den Spitälern gebe es einen "Krieg um Talente", heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung des Spitalverbands H+ und von OdASanté, der Dach-Organisation der Arbeitswelt Gesundheit, welche die Studie gemeinsam durchgeführt haben.

Die beiden Organisationen verweisen darauf, dass bereits viel gemacht werde, um mehr Fachkräfte im Inland auszubilden. Die Spitäler könnten die Zahl der Praktikumsplätze um über 40 Prozent erhöhen und planten dies auch. Zudem sollen vermehrt Quereinsteiger für eine Ausbildung im Operationsbereich gewonnen werden.

So haben zum Beispiel im letzten Jahr 140 Personen die Ausbildung zum Fachmann/Fachfrau Operationstechnik abgeschlossen. Das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

Doch trotz dieser Initiativen bleiben die Spitäler auf ausländische Fachkräfte angewiesen. "Selbst wenn das Bildungspotenzial voll ausgeschöpft wird, bleibt eine Lücke von rund einem Drittel, welche mit ausländischem Personal gefüllt werden muss", liess sich Bernhard Wegmüller, Direktor H+, in der Mitteilung zitieren. Dies entspreche für die Jahre 2015 und 2016 jeweils rund 100 Stellen, präzisierte Wegmüller gegenüber der sda.

An der Befragung teilgenommen haben rund 50 Spitäler und Kliniken mit Operationstätigkeit. Zu anderen Berufsfeldern im Gesundheitswesen, in denen ein Mangel vermutet wird, sind ebenfalls Untersuchungen geplant.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben