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APA-Artikel 18. Mai 2015

D: Ärztetag: Klares Bekenntnis zur ambulanten Versorgung gefordert

Der 118. Deutsche Ärztetag endet mit Forderungen. Es geht um ambulante Versorgung und das Thema Masern. Außerdem sorgen sich die Ärzte um den Datenschutz.

Zum Abschluss des 118. Deutschen Ärztetages pochen die Delegierten auf bessere Bedingungen für die ambulante und wohnortnahe Versorgung von Patienten. Die Politik und die übrigen Verantwortlichen sollten sich zu dieser Versorgung durch niedergelassene freiberufliche Ärzte bekennen und für feste, angemessene Preise für alle Grundleistungen sorgen, hieß es in einem Entschluss der Jahresversammlung des Ärzteparlaments in Frankfurt.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Maserninfektionen in Deutschland bekräftigten die Ärzte ihre Forderung nach einem kompletten Impfnachweis gegen Masern und andere von Mensch zu Mensch übertragbare Erkrankungen für Kinder in staatlich geförderten Kindertageseinrichtungen. Dies müsse auch für alle gelten, die Kinder betreuen. Das Ärzteparlament wies darauf hin, dass in diesem Jahr in Deutschland deutlich mehr als 1000 Masernfälle zu verzeichnen waren. Das Ziel der Bundesregierung, die Infektionskrankheit in Deutschland bis 2015 auszurotten, sei klar verfehlt worden.

Der Ärztetag mit 250 Delegierten hatte am Dienstag begonnen. Am Donnerstag wurde Frank Ulrich Montgomery als Präsident der Bundesärztekammer bestätigt. Zentrale Themen waren der Kampf gegen das medizinische Fachchinesisch und die Debatte um die Schweigepflicht. Zudem sieht die Bundesärztekammer in der geplanten Garantie auf Facharzttermine ein Datenschutzproblem. Gesetzlich Versicherte sollen künftig innerhalb von vier Wochen einen solchen Termin bekommen. Wenn bei der Einrichtung der dafür benötigten Servicestellen private Unternehmen zum Zuge kämen, könnten diese auch Interesse an der Sammlung, Verarbeitung und dem Verkauf von Krankheitsdaten der Patienten haben, gab die Kammer zu Bedenken.

apa.at

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