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APA-Artikel 15. Mai 2015

Spitalsärzte - KAV Wien: GdG kritisiert "ZickZack-Kurs" der Kammer

Die neuen Forderungen der Wiener Ärztekammer im Konflikt um die Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetzes für Spitalsärzte im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) sorgen beim ehemaligen Verhandlungspartner, der Gewerkschaft für Gemeindebedienstete (GdG), für Unmut. "Der ZickZack-Kurs der Ärztekammer ist schon längst nicht mehr nachvollziehbar", so Susanne Jonak von der GdG am Freitag.

"Die ständig neuen Winkelzüge der Ärztekammer schaden den Ärztinnen und Ärzten", so die Vorsitzende der Hauptgruppe II per Aussendung. Aus Sicht der Gewerkschaft seien die Verhandlungen "erfolgreich abgeschlossen", das fertige Gesamtpaket für den KAV müsse nun zügig umgesetzt werden. "Dieses Paket jetzt zu gefährden, weil dem Herrn Ärztekammer-Präsidenten doch noch ein paar, bei näherer Betrachtung gar nicht so neue Forderungen eingefallen sind, kommt sicher nicht in Frage", so Jonak.

Die Arbeitsgruppe der Wiener Ärztekammer, in der auch Kammerpräsident Thomas Szekeres sitzt, hatte am Donnerstag unter anderem bessere Zulagen für Nachtdienste und eine Aufstockung der Primararzt-Gehälter gefordert. Zudem hatte man sich erneut gegen Personalkürzungen und die Umsetzung des Pakets unter Zwang ausgesprochen.

Kritische Töne kommen währenddessen von der Wiener ÖVP: Der Stillstand müsse endlich ein Ende haben, betonte Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec per Aussendung. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) müsse die Bedenken der Ärztevertreter ernst nehmen, um die Versorgung der Patienten nicht zu gefährden, forderte sie. "Es reicht! Bürgermeister Häupl muss in seiner Funktion als Regierungschef endlich ein Machtwort sprechen und die Vertreterinnen und Vertreter von Ärzteschaft und Pflegekräften an einen Tisch holen", so Korosec.

apa.at

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