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APA-Artikel 15. Mai 2015

Spitalsärzte - Mediziner-Protest vor dem Eisenstädter Landhaus

Nicht lange, nachdem Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) von einem "Durchbruch" bei den Verhandlungen mit den Spitalsärzten berichtet hatte, marschierten diese im Protestzug vor dem Eisenstädter Landhaus auf. Den "erhofften" Durchbruch, "dass wir mit Zahlen an die Kollegenschaft herantreten können, den hat es leider nicht gegeben", sagte Burgenlands Ärztekammerpräsident Michael Lang zur APA.

Einen "Durchbruch" erkannte Lang jedoch "insofern, als klargestellt ist, dass die Einigkeit der Ärzteschaft auch von der Politik so gesehen wird." Es gebe eine Vereinbarung, wonach die Spitalsärzte (Vertragsbedienstete in den KRAGES-Spitälern und Mitarbeiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, Anm.) ein Jahr unverändert bezahlt würden. "Das heißt, die Gelder fließen unverändert. Und in dieser Zeit wird nach festzulegenden Kriterien evaluiert", erläuterte Lang.

"Die Situation, dass bei den Gehältern zwar eine Globalsumme bekannt ist, aber die Gehälter nicht ausgemacht sind und jetzt wieder langwierige Verhandlungen um Prozentsätze beginnen, empört die Kollegenschaft zutiefst", schilderte der oberste Standesvertreter.

Zum Protest meinte der Ärztekammerpräsident: "Das Problem ist: Die Kollegenschaft fürchtet wieder die Verzögerungstaktik und ist nicht zu beruhigen." Die Ärzte seien zudem "zutiefst empört" wegen schriftlicher Äußerungen über "gierige und schäbige Leute" im Rahmen der Gehaltsverhandlungen: "Das zeigt aus Sicht der Kollegen, dass die Achtung vor der Ärzteschaft durch die Politik sehr gering ist."

In Berufskleidung und zum Teil mit Trillerpfeifen ausgerüstet, hatten sich die Spitalsärzte auf den Weg zum Sitz der Landesregierung gemacht. "Burgenländische Spitalsärzte für ein faires Grundgehalt - Weil wir es verdienen" und "Burgenländische SpitalsärztInnen am Limit" war auf den mitgebrachten Transparenten und Schildern zu lesen.

Präsident Lang hatte eine Petition mit dabei, die er dem Landesrat übergeben wollte. Ein Treffen kam aber nicht zustande, weil Rezar unterwegs war. So wurde das Schreiben im Landhaus deponiert, und der Zug machte sich auf den Weg in Richtung Ärztekammer. Lang wollte sich anschließend wieder an den Verhandlungstisch begeben, wo über die Details weitergeredet werden soll.

apa.at

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