zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 13. Mai 2015

Krankenkassen: NEOS vermuten höhere Verwaltungskosten als angegeben

Die Verwaltungskosten der Krankenkassen sollen höher sein als angegeben. Diesen Schluss ziehen die NEOS aus einer Serie von parlamentarischen Anfragebeantwortungen durch das Gesundheitsministerium für das Jahr 2013. Demnach würden 6,9 Prozent allein für Personal aufgewendet. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hatte die Verwaltungskosten für diesen Zeitraum mit 2,8 Prozent beziffert.

Die NEOS schließen aus den Zahlen für die Personalkosten, dass bei den Verwaltungskosten "gemogelt" werde. "Wie gesagt behaupten die Gebietskrankenkassen immer, dass der Verwaltungsaufwand bei 2,8 Prozent der Gesamteinnahmen liegt", so deren Abgeordneter und Sozialsprecher Gerald Loacker gegenüber der APA. Die Anfragenserie habe allerdings aufgezeigt, dass die Personalkosten bundesweit knapp 7 Prozent der Einnahmen ausmachten, die Pensionsausgaben fast 1 Prozent. "Das passt mit den 2,8 Prozent nicht ganz zusammen", so Loacker.

Rund 1,05 Mrd. Euro sollen 2013 die Personalkosten laut Anfragebeantwortungen bei den Krankenkassen betragen haben (2004 waren es noch rund 800 Mio. Euro). Dem stehen Einnahmen von 15,8 Mrd. gegenüber. Die NEOS haben daraus eine Steigerung von rund 32 Prozent errechnet. Loacker fordert daher eine Zusammenlegung der Sozialversicherungen zu einer Kranken-, einer Unfall- und einer Pensionsversicherung, um Verwaltungskosten zu sparen.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben