zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 11. Mai 2015

D: Marburger Bund unzufrieden mit Plänen zur Krankenhausreform

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) findet den bisherigen Entwurf zur Krankenhausreform "ziemlich enttäuschend". Unter dem Deckmantel einer Qualitätsoffensive würden weiter Kapazitäten abgebaut, sagte MB-Vorsitzender Rudolf Henke am Montag in Frankfurt. Der MB vertritt die angestellten und beamteten Ärzte. An diesem Dienstag beginnt in Frankfurt der Deutsche Ärztetag.

Der Marburger Bund fordert mehr Geld für die Versorgung ambulanter Patienten in den Klinik-Notaufnahmen. Derzeit fingen die Krankenhäuser nicht nur Engpässe im ärztlichen Notdienst ab, sagte Henke, sondern versorgten auch viele normale Patienten, die statt in eine Praxis ins Krankenhaus kämen. Die Vergütung für diese Fälle sei viel geringer als die Kosten, die dem Krankenhaus dadurch entstünden.

Als Spartengewerkschaft will der MB das Tarifeinheitsgesetz verhindern. Notfalls werde man bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, sagte Henke. Berufsspezifische Gewerkschaften müssten weiterhin auch Minderheiten im Betrieb vertreten dürfen. Dies führe zu besseren Arbeitsbedingungen und einer faireren Vergütung.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben