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APA-Artikel 11. Mai 2015

D: Ärztechef Gassen kritisiert Gesundheitspolitik der Koalition

Vor Beginn des Ärztetages hat der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die Gesundheitspolitik der großen Koalition scharf kritisiert. Das Vorhaben, für geringere Wartezeiten auf Facharzt-Termine zu sorgen, nannte er in der "Süddeutschen Zeitung" (Montag) einen "populistischen Werbegag". Erhebungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigten, dass die Wartezeiten in Deutschland kürzer als sonst auf der Welt seien.

Die Politik versuche sich mit solchen Vorschlägen vor der Wahrheit zu drücken, schimpfte Gassen. Es gehe längst nur noch um die Frage, die Versorgung der Patienten sicherzustellen, ohne zu offensichtlich zu Kürzungen zu greifen. Ziel des Vorhabens ist es, allen Patienten einen Termin innerhalb von vier Wochen zu garantieren; ansonsten dürften sie sich in einem Krankenhaus behandeln lassen.

Das Ärztetreffen in Frankfurt steht allerdings eher im Zeichen internen Streits. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sind mit ihrem Spitzenverband, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), zurzeit völlig zerstritten und verlangen personelle Konsequenzen.

Am Montag trifft sich zunächst die Vertreterversammlung der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Ab Dienstag tagt dann, ebenfalls in Frankfurt, der 118. Deutsche Ärztetag, das "Parlament der Ärzteschaft". Wie üblich tritt auch Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auf.

apa.at

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