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APA-Artikel 8. Mai 2015

Spitalsärzte - Krankenhaus Eisenstadt sagt feierliche Eröffnung ab

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt sagt die feierliche Wiederöffnung, die nach dem Abschluss der Generalsanierung für den 20. Mai geplant war, ab. Grund dafür ist das noch immer nicht abgeschlossene Budget 2015. Der Orden kritisiert, dass in den Budget-Gesprächen mit dem Land "ständig neue Hürden und inakzeptable Eingriffe in die Betriebsführung" vorgenommen werden, hieß es.

Es eckt an der Neurologie mit Stroke-Unit (spezielle Station für die Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten, Anm.) und Neurofrührehabilitation sowie der neuen Palliativstation und am Ärztearbeitszeitgesetz, erläuterte Gesamtleiter Robert Maurer am Freitag gegenüber der APA. Diese neuen Abteilungen können aufgrund der nicht genehmigten Dienststellen vorerst nicht eröffnet werden, sagte Maurer. "Wir sehen keinen Anlass zum Feiern."

"Wir sind enttäuscht und frustriert, dass bestehende Zusagen nicht eingehalten werden. Wir müssen jetzt über eine Neuordnung der Kräfte und Ressourcen nachdenken", teilte Frater Ulrich Fischer OH, Provinzial der Österreichischen Ordensprovinz in einer Aussendung mit.

Das Land Burgenland und der Orden der Barmherzigen Brüder haben in den vergangenen sieben Jahren rund 60 Mio. Euro in die Sanierung und den Ausbau des Ordensspitals investiert. Geplant war gemäß dem Auftrag des Landes die Aufstockung der Bettenzahl von 375 auf 500 und eine entsprechende Erhöhung des Personalstandes, hieß es in der Pressemitteilung. Tatsächlich wurde allerdings auf 420 Betten aufgestockt. Seitens der Barmherzigen Brüder habe man nun in Summe insgesamt "98,75 Dienststellen beantragt", darunter zwölf Ärzte, so Maurer.

Aufgrund des Ärztearbeitszeitgesetzes bzw. der noch immer laufenden Gespräche diesbezüglich habe man ohnehin schon mit Personalknappheit zu kämpfen. Dass nun aufgrund der nicht genehmigten Stellen Abteilungen nicht eröffnet werden können, ist für die Barmherzigen Brüder enttäuschend. Der Orden sehe es als "unvertretbar an, den Ausbau zuerst zu veranlassen und anschließend die erforderlichen Mittel für das Personal und den Betrieb für die gemeinsam geplanten und aus gesundheitspolitischer sowie demografischer Sicht notwendigen neuen Einheiten nicht zu genehmigen".

Auf die Frage, bis wann man seitens des Spitals das Budget 2015 durchhaben möchte, meinte Maurer kurz: "Lieber gestern als heute. Wir wollen einfach wieder zu einer respektvollen Kommunikation auf Augenhöhe zurückfinden." Immerhin sei man ja Partner, meinte der Gesamtleiter.

apa.at

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