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APA-Artikel 8. Mai 2015

Spitalsärzte - Gruppe Asklepios will Gewerkschaftsstatus

Die selbst ernannte Ärztegewerkschaft Asklepios will bis zum Verfassungsgerichtshof (VfGH) ziehen, um künftig bei offiziellen Verhandlungen mitreden zu dürfen. Laut "Presse" (Freitag-Ausgabe) ist dies das erste Mal in Österreich, dass jemand vor Gericht geht, um die sogenannte Kollektivvertragsfähigkeit zu erlangen.

Für Lungenfacharzt Gernot Rainer, Gründer und Obmann von Asklepios, ist der Ruf nach einer eigenen Interessenvertretung nicht zu überhören. Allerdings sehen das die Stadt Wien sowie die bestehenden Vertretungen (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten für die KAV-Ärzte sowie Gewerkschaft öffentlicher Dienst für die AKH-Ärzte) inklusive Ärztekammer anders. Sie wollten Asklepios bei den Verhandlungen zur Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetzes nicht dabeihaben.

Rainer will daher die Kollektivvertragsfähigkeit notfalls beim Verfassungsgerichtshof einklagen. Am Freitag soll im (beim Sozialministerium angesiedelten unabhängigen) Bundeseinigungsamt der Antrag auf die Zuerkennung gestellt werden. Die dortigen Mitglieder entstammen den gesetzlichen Interessensvertretungen von Arbeitnehmern und -gebern.

Aufgrund der bisherigen Stellungnahmen der Gewerkschaftsvertreter geht Rainer von einer Ablehnung aus. Dann bliebe ihm der Weg zu den Höchstgerichten.

apa.at

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