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APA-Artikel 7. Mai 2015

Sportminister: Fünf Millionen Euro pro Jahr zusätzlich für Kinder-Bewegungsprojekte

Am Donnerstag, den 7. Mai 2015 hat Sportminister Gerald Klug den Ausbau der Initiative "Kinder gesund bewegen" bekannt gegeben. Bereits in den vergangenen fünf Jahren kooperierten die Sport-Dachverbände und -vereine im Rahmen dieser Bewegungsaktion erfolgreich mit Kindergärten und Volksschulen und führten polysportive Bewegungsmaßnahmen durch. Bislang unterstützte das Sportministerium die Initiative "Kinder gesund bewegen" mit bis zu 2 Millionen Euro jährlich. Nun wird Sportminister Gerald Klug dafür zusätzlich 5 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stellen.

"Ich möchte Österreich körperlich und geistig fitter machen. Dabei setzen wir bei den Jüngsten an, denn wer sich von klein auf viel bewegt, wird auch im Alter mehr Sport betreiben. Gemeinsam mit den Sportverbänden und -vereinen starten wir die wahrscheinlich größte Bewegungsoffensive aller Zeiten", so Sportminister Gerald Klug. Die Neurolinguistin Manuela Macedonia ergänzt: "Bewegung trägt nicht nur zur Gesundheitsförderung bei, sondern steigert die geistige Leistung der Kinder. Somit werden durch Sport auch die Schienen für schulischen und beruflichen Erfolg gelegt. Sport stärkt das Gehirn der Kinder und unterstützt die Merkfähigkeit im Erwachsenenalter."

Die Zahlen zur bisherigen Initiative "Kinder gesund bewegen" beeindrucken. In fünf Jahren wurden über 94 Prozent aller Volksschulen und 77 Prozent der Kindergärten erreicht. Die Kinder nahmen an über 130.000 Bewegungseinheiten teil. Eine externe wissenschaftliche Evaluierung bestätigte auch die Qualität des Bewegungsprogramms: Die Kindergarten- und Schulleitungen vergaben ein "Sehr gut" mit einer Durchschnittsnote von 1,4 (Notenskala). Über 98 Prozent der Pädagoginnen und Pädagogen bewerteten die Rückmeldungen der Kinder als positiv. Die Koordination der Initiative wird auch weiterhin über die Breitensportverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION erfolgen. Zukünftig sollen verstärkt lokale Vereine - auch von Fachverbänden - eingebunden werden, um langfristige Kooperationen mit den Bildungseinrichtungen aufzubauen und den Kindern die vielfältigen Angebote des organisierten Sports näher zu bringen. Pro Kooperationsprojekt werden mindestens 15 polysportive Bewegungseinheiten angeboten. An einem Standort können auch mehrere Gruppen oder Klassen betreut werden.

Tischtennis-Olympionikin Liu Jia und Snowboard-Medaillengewinner Benjamin Karl, beide selbst bereits Eltern, wurden von Sportminister Klug zu Bewegungsbotschaftern der Initiative ernannt. Liu dazu: "Als Sportlerin und Mutter liegt mir die Bewegung meines Kindes besonders am Herzen. Ich bin begeistert, was die Sportvereine im Rahmen der Initiative "Kinder gesund bewegen" in den Kindergärten und Volksschulen leisten." Karl stellt fest: "Als Vater sehe ich es als meine Verantwortung, darauf zu achten, dass sich mein Kind so viel wie möglich bewegt - zuhause, aber auch im Kindergarten und später in der Schule. Deshalb unterstütze ich die Initiative gerne."

Jedes Jahr sterben Millionen von Menschen an den Folgen von Bewegungsmangel. Studien gehen davon aus, dass es in Europa mittlerweile doppelt so viele Todesfälle aufgrund von körperlicher Inaktivität als wegen Übergewicht gibt. In Österreich sind an die zehn Prozent der Todesfälle auf Inaktivität zurückzuführen. Darüber hinaus ist Bewegungsmangel für geminderte geistige Leistung und für frühe Demenz mitverantwortlich. Regelmäßige Bewegung hingegen senkt nachweisbar das Risiko zahlreicher chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Krebs und Alzheimer.

Weitere Informationen zur Bewegungs-Initiative gibt es auf der Website www.kindergesundbewegen.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/45/aom

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