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APA-Artikel 5. Mai 2015

Spitalsärzte - Wehsely: KAV-Ablehnung ist "höchst unseriös"

Nach der Ablehnung der bisherigen Verhandlungsergebnisse für den Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) durch die Kurie der Ärztekammer am Montagabend zeigte sich Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) gegenüber der APA wenig erfreut. Für sie sei das Ergebnis "höchst unseriös", so Wehsely. Bereits zum zweiten Mal hätte die Kammer ihr eigenes Verhandlungsergebnis abgelehnt.

Der Umsetzungsprozess für die neuen Dienstzeitenmodelle sowie Strukturreformen laufe natürlich weiter, betonte die Stadträtin. Auch das neue Gehaltsschema, das bereits Ende März den Landtag passiert hat, bleibe gültig. Denn nur so könne man Einkommensverluste der Ärzte ab 1. Juli 2015, jenem Datum, an dem die neue Arbeitszeitregelung in Kraft tritt, verhindern. "Es ist sehr bedauerlich, dass die Kammer das Angebot abgelehnt hat, bei der Umsetzung des Prozesses federführend dabei zu sein", so Wehsely.

"Mit dem heutigen Abstimmungsergebnis ist für mich auch klar, dass die Ablehnung mit der Sache an sich nur wenig zu tun hat. Offenbar darf es aus kammerinternen und allgemein-politischen Gründen keine Einigung geben. Diese Vorgehensweise ist gerade in Hinblick auf die Verantwortung den Wiener PatientInnen gegenüber abzulehnen", ärgerte sich Wehsely. Denn gerade die zweite Verhandlungsrunde habe auf Forderungen der Kammer basiert.

Einig ist man sich auch in fast allen Punkten wie etwa den neuen Arbeitszeitmodellen oder den Arbeitsbedingungen geworden, nur in Sachen Gehalt herrschte bis zuletzt Unstimmigkeit. Die Ärztekammer hatte - zusätzlich zur Anhebung der Grundgehälter - auch eine Erhöhung der Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienstzulagen gefordert. "Dafür gibt es aber keinen budgetären Spielraum", bekräftigte Wehsely erneut.

apa.at

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