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APA-Artikel 30. April 2015

Sonderfaktoren belasten Gewinn von Aevis

Die Privatspitäler- und Hotelgruppe Aevis hat im vergangenen Jahr einen Reingewinn von 6,1 Millionen Franken erzielt, nach 8,7 Millionen im Jahr 2013. Den Rückgang führt das Unternehmen in einer Mitteilung am Donnerstag auf Sonderfaktoren zurück.

Der Grund liege im Finanzergebnis, das sich von minus 15,3 Mio. auf minus 20,5 Millionen verschlechtert habe, hiess es. Dagegen erhöhte sich das operative Ergebnis (EBITDA) um 7,6 Prozent auf 65,4 Mio. Franken.

Die Umsatzzahlen hatte Aevis bereits im März bekanntgegeben. Gemäss den definitiven Zahlen wurden die Erlöse im vergangenen Jahr dank der Integration der Luxushotelgruppe Victoria-Jungfrau Collection um fast einen Fünftel auf 542,4 Mio. Franken gesteigert.

Der Victoria-Jungfrau Collection gelang es, die Anzahl Übernachtungen um 5,6 Prozent auf 162'863 und den durchschnittlichen Zimmerpreis um 5,1 Prozent auf 371 Mio. Fr. zu steigern. Der Umsatz der Hoteldivision erreichte mit 74,7 Millionen 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis liege aber nach wie vor unter dem Branchenstandard.

Während das Victoria-Jungfrau Grand Hotel in Interlaken, das Flaggschiff der Gruppe, gut vorankomme, befinde sich das Palace Luzern in einer schwierigen Situation, schreibt Aevis zur Begründung. Generell seien Hotels in Drittbesitz durch zu hohe Mieten benachteiligt.

Die mit Abstand grösste Tochtergesellschaft von Aevis ist nach wie vor die Swiss Medical Networks (GSMN) mit ihren 14 Kliniken. Die GSMN erzielte einen Umsatz von 461,2 Mio. Franken, 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Diese Zunahme resultierte sowohl aus organischem Wachstum als aus weiteren Zukäufen. Mit Blick auf die Entwicklung der Kliniken und der dazugehörigen Dienstleistungen hat GSMN im Berichtsjahr mehr als 40 Mio. Fr. in Infrastruktur und Ausrüstung investiert.

AEVIS erwartet, im laufenden Geschäftsjahr mit den gegenwärtigen Beteiligungen einen Umsatz von rund 600 Mio. Fr. zu erwirtschaften. Darüber hinaus werde die Gruppe weiterhin in Zentren für ambulante Leistungen, Residenzen mit medizinischen Dienstleistungen und Life Sciences investieren.

Im vergangenen Jahr war die EBITDA-Marge aufgrund verschiedener Zukäufe um 1,3 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent gesunken. Dennoch hält die Gruppe am Ziel fest, den EBITDA seiner Tochtergesellschaften um jährlich 1,5 Prozent bis 3 Prozent zu verbessern.

apa.at

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