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APA-Artikel 29. April 2015

Schweizer Ärzte machen Druck für Einhaltung des Arbeitsgesetzes

In der Schweiz setzen sich Assistenz- und Oberärzte für die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes ein. Ihr Verband hofft dabei auf die Unterstützung der schweizerischen Bevölkerung: Per Protestpostkarte soll diese die Einhaltung des Arbeitsgesetzes fordern. Die Aktion stützt sich auf eine vom Verband Schweizer Assistenz- und Oberärzte (VSAO) in Auftrag gegebene Umfrage.

Assistenz- und Oberärzte, die 50 Stunden und mehr pro Woche arbeiteten, gefährdeten ihre eigene Gesundheit sowie diejenige ihrer Patienten, hieß es in einer Mitteilung vom VSAO am Mittwoch. Danach sinke bei drei von vier Personen das Vertrauen in die Qualität der bevorstehenden Behandlung, wenn Assistenz- und Oberärzte mehr als zwölf Stunden am Tag arbeitete.

"Übermüdete Ärztinnen und Ärzte machen mehr Fehler, auch wenn man das nur sehr ungern zugibt," sagte Anja Zyska Cherix, Assistenzärztin am CHUV in Lausanne, bei der Vorstellung der Kampagne vor den Medien in Bern. "Wir wollen unseren Job gut machen. Dass wir das können, hängt aber auch von guten Arbeitsbedingungen ab." In der Befragung durch das LINK Institut zeigte sich, dass die Bevölkerung eine Arbeitszeit von 44,3 Stunden pro Woche "richtig" finde, heißt es in der Mitteilung.

Mit der Protestpostkarte könne nun jedermann seine Unterstützung für diese Forderung signalisieren, schreibt der VSAO. Die unterzeichneten Karten werden in den kommenden Monaten gesammelt und Bundesrat Johann Schneider-Ammann überreicht.

apa.at

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