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APA-Artikel 29. April 2015

EU-Parlament will verschärfte Strategie gegen Alkoholmissbrauch

Das Europaparlament will den Kampf gegen Alkoholmissbrauch verstärken. Die EU-Kommission wird in einer am Mittwoch in Straßburg beschlossenen Entschließung aufgefordert, eine entsprechende Strategie vorzulegen. Die Abgeordneten wollen, dass die EU-Kommission eine Kennzeichnung für Warn-Etiketten für Schwangere und Autofahrer prüft. 2016 soll die EU-Behörde einen Gesetzesvorschlag machen.

Außerdem wollen die Abgeordneten, dass die Verbraucher über Zutaten und Nährwerte in alkoholischen Getränken informiert werden. Besonders die Pläne zur Etikettierung waren umstritten.

Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach sagte gegenüber der APA, Warnhinweise für Schwangere seien gerechtfertigt. Begleitet werden soll dies durch eine EU-Informationskampagne. Dass Alkohol die Fahrtüchtigkeit beeinträchtige, sei ebenfalls bekannt. Dies gelte nicht nur fürs Autofahren, sondern auch für Ski- und Radfahren. Bei Medikamenten gebe es auch Warnhinweise.

Die EU-Alkoholstrategie sei "kein Feldzug gegen die Wein und Bier produzierenden Länder und gegen die Landwirtschaft". Ziel sei vielmehr der bewusste Umgang mit Alkohol. "Wir wollen aufklären, nicht verbieten", sagte Kadenbach.

Die ÖVP-Europaabgeordnete Elisabeth Köstinger warnte dagegen vor einer Kennzeichnungspflicht. "Eine EU-Alkoholstrategie darf sich keinesfalls in einem Kennzeichnungsdschungel verirren. Viel wichtiger wird es sein, Informationskampagnen zu starten und aktive Aufklärungsarbeit zu leisten. Ich distanziere mich von sozialistischen Vorschlägen, die Etikettierung bei der Bekämpfung von Missbrauch als Allheilmittel einstufen", sagte Köstinger.

apa.at

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