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APA-Artikel 27. April 2015

CH: Transplantationsgesetz auf der Zielgeraden

Wer fahrlässig gegen Bestimmungen des Transplantationsgesetzes verstösst, soll nur mit einer Geldstrafe und nicht mit Gefängnis bestraft werden. Das hat die Gesundheitskommission des Ständerats (SGK) beschlossen. In den übrigen umstrittenen Punkten der Vorlage ist sie auf den Kurs des Nationalrats eingeschwenkt.

Insbesondere befürwortet die SGK eine verbesserte Information der Öffentlichkeit sowie der Spenderinnen und Spender von Organen. Den entsprechenden Beschluss des Nationalrats unterstützt sie ohne Gegenstimme, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die zuständigen Behörden könnten damit die Bevölkerung künftig verstärkt sensibilisieren.

Neu sollen Bund und Kantone auch den Bedarf an Organen sowie den Nutzen einer Spende für die Patienten thematisieren können, beispielsweise im Rahmen von Informationskampagnen. Auch beim den vorbereitenden medizinischen Massnahmen will sich die Kommission dem Nationalrat anschliessen.

Die Vorlage kommt nun zum zweiten Mal in den Ständerat. Ziel der Revision ist es unter anderem, die Zahl der Organspenden zu erhöhen. Beide Kammern wollen aber am geltenden System festhalten, wonach eine Organentnahme nur mit Zustimmung des Spenders oder der Angehörigen möglich ist. Für einen Wechsel zur Widerspruchslösung fand sich keine Mehrheit.

apa.at

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