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APA-Artikel 23. April 2015

Länder wollen sich gegen Mehrkosten bei Ärzteausbildung wehren

Die Länder wollen Mehrkosten, die durch die geplante Neuregelung der Spitalsärzteausbildung entstehen, nicht alleine tragen. Der Entwurf des Bundes zur Ausbildungsordnung werde daher abgelehnt. "Von Länderseite ist beschlossen worden, den Konsultationsmechanismus in Gang zu setzen", so Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) nach der am Mittwoch beendeten Landesfinanzreferentenkonferenz.

Inhaltlich begrüße man die "Ärzte-Ausbildungsordnung 2015" in weiten Teilen. Es sei aber "absolut inakzeptabel", dass anfallende Zusatzkosten den Ländern umgehängt werden sollen. "Das wird so nicht gehen. Allfällige Mehrkosten müssen auch vom Bund getragen werden", betonte Wallner in einer Aussendung am Donnerstag. Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP) sprach von einer "Reihe offener Punkte, die es genau zu besprechen gilt".

Die geplante Änderung der Ausbildung verursache Mehraufwand in Organisation und Planung. So lehne man Regelungen ab, die der Bürokratie Vorschub leisteten, etwa dass für jedes neue medizinische Sonderfach eine eigene Abteilung und ein eigenes Primariat geschaffen werden müssten, begründete Wallner. Für Vorarlberg würde das bis zu einer Million Euro jährlich mehr kosten. Eine weitere organisatorische Aufsplitterung sei auch wegen des Ärztemangels problematisch.

Die Begutachtungsfrist für die Verordnung, die den Ausbildungsverlauf eines Mediziners nach dem Studium festlegt, endete am 22. April. Mit 1. Juni soll sie in Kraft treten. Künftig muss sich der angehende Arzt nach neun Monaten Basisausbildung für eine allgemeinmedizinische oder fachärztliche Ausbildung entscheiden. Für angehende Allgemeinmediziner gibt es dann 27 Monate Spitalpraxis plus mindestens sechs Monate Lehrpraxis oder Lehrordination. Für Fachärzte sind mindestens 27 Monate Sonderfach-Grundausbildung (abhängig von der Fachrichtung) plus 27 Monate Schwerpunktausbildung in Modulen vorgesehen.

apa.at

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