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APA-Artikel 21. April 2015

Operations-Wartezeiten in steirischen Spitälern sollen kürzer werden

In den steirischen Spitälern der Krankenanstaltengesellschaft KAGes sollen die Wartezeiten auf Operationen verkürzt werden. Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) kündigte schon vor der am Nachmittag im Landtag an ihn gerichteten dringlichen Anfrage der FPÖ an, Maßnahmen zu setzen: Geplant sind eine zusätzliche Schicht und weitere Operateure.

Drexler wollte sich die KAGes-Spitäler nicht schlecht reden lassen: "Es ist nicht so schlimm, wie von manchen beschrieben." Er finde, dass die FPÖ "Verunsicherung" betreibe und "die große Krise zusammenzimmern" wolle. Er gestand aber "im Einzelfall Probleme" ein, weshalb begonnen worden sei, ein Maßnahmenpaket zu schnüren. Die Unfallchirurgie in Graz wird - wie auch in den meisten anderen europäischen Ländern - mit der Orthopädie zusammengeführt und nennt sich nun "Orthopädie und Traumatologie". Dadurch sollen Synergien genutzt werden.

KAGes-Vorstand Karlheinz Tscheliessnigg sprach von momentan vier bis fünf Wochen Wartezeit bei der Unfallchirurgie. Die Liste soll bis Ende des Jahres aufgearbeitet sein. In der Unfallchirurgie seien acht Oberärzte - vier ältere und vier jüngere - beschäftigt. Alle Patienten auf der Warteliste werden angerufen, um zu erfragen, ob sie tatsächlich noch auf einen Eingriff warten. Manche könnten von den Listen gestrichen werden, da sie keine Beschwerden mehr haben oder anderswo in Behandlung gegangen sind. Mit dieser Maßnahme könne die Wartezeit für verbliebene Patienten verkürzt werden.

Neben der Unfallchirurgie sind auch bei der Augenklinik die Wartezeiten länger. Deshalb wurde am Standort Graz eine dritte Dienstschicht am Nachmittag eingeführt, die Zahl der tagesklinischen Eingriffe erhöht und zusätzliche Operateure in Ausbildung genommen, erklärte Drexler. Auch in Bruck werden zusätzliche Operateure ausgebildet. Derzeit beträgt laut Tscheliessnigg die Wartezeit für eine Katarakt-Operation in Graz im Schnitt 183 Tage, in Bruck 99. Drexler kündigte außerdem eine "transparente Warteliste" an.

Die steirische FPÖ hatte das Thema Ärztemangel an der Unfallchirurgie am LKH Graz per "Dringlicher" für die Landtagssitzung auf die Tagesordnung gebracht. Bereits Ende des Jahres 2013 hätten die Unfallchirurgen am LKH Graz "Gefahr im Verzug" gemeldet. Aufgrund "des Abganges von sechs erfahrenen Unfallchirurgen" habe sich die Situation in den vergangenen Wochen zugespitzt. Klubobmann Hannes Amesbauer forderte, dass Personalabgänge "unverzüglich kompensiert werden" müssen.

apa.at

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