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APA-Artikel 14. April 2015

D: Gesundheitsausgaben steigen - Patienten zahlen aber weniger

Die Ausgaben für Gesundheit steigen stärker als die Wirtschaftsleistung Deutschlands. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. Jeder zehnte Euro fließt in diesen Sektor. 2013 waren das 3910 Euro pro Bürger.

Insgesamt betrugen die Gesamtgesundheitsausgaben 314,9 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als 2012. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,2 Prozent - Tendenz steigend: 2012 waren es 11,0 Prozent, 2011 10,9 Prozent. "Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist durch den stärkeren Anstieg der Gesundheitsausgaben im Vergleich zur Wirtschaftsleistung zu erklären", berichtete Destatis.

Mehr als die Hälfte der Ausgaben zahlte die gesetzliche Krankenversicherung (181,5 Milliarden Euro, plus 5,3 Prozent). Privatpersonen übernahmen knapp 14 Prozent (42,9 Milliarden Euro, minus 0,6 Prozent); dass sie entlastet wurden, lag am Wegfall der Praxisgebühr. Die privaten Krankenkassen trugen knapp zehn Prozent der Kosten (28,9 Milliarden Euro, plus 3,3 Prozent).

Die Hälfte der Ausgaben entfiel auf Güter und Dienstleistungen im ambulanten Bereich (155,5 Milliarden Euro, 4,1 Prozent mehr). Den stärksten Anstieg gab es bei ambulanten Pflegeeinrichtungen (12,3 Milliarden Euro, 9,0 Prozent mehr) und bei sonstigen medizinischen Praxen wie Physiotherapie (11,0 Milliarden Euro, plus 5,9 Prozent).

apa.at

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