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APA-Artikel 8. April 2015

Spitalsärzte - Wiener KAV: Vorerst keine Zustimmung der Ärztekammer

Die Kurie der Wiener Ärztekammer hat vorerst die Zustimmung zur Teileinigung zur Umsetzung des neuen Ärztearbeitszeitgesetztes im Wiener Krankenanstaltenverbund nicht erteilt. Man wolle nur ein Gesamtpaket beschließen, erklärte Verhandlungsführer und Obmann der Kurie für angestellte Ärzte, Hermann Leitner, im Gespräch mit der APA am Dienstag.

Allerdings habe die Kurie in ihrer "lebhaften" Sitzung am Dienstagnachmittag die Teileinigung mit der Stadt als "guten und klaren Schritt in die richtige Richtung" bewertet, so Leitner. Die Forderungen seien jedoch noch nicht ausreichend erfüllt, eine Zustimmung gebe es dann nur zu einem Gesamtpaket. "Wir wollen keine Husch-Pfusch-Geschichte, sondern etwas Nachhaltiges", meinte er.

Während man sich bei den immer wieder geforderten Strukturreformen bis auf einige Kleinigkeiten im Großen und Ganzen mit der Stadt einig sei, spieße es sich vor allem bei der Entlohnung der Nacht- sowie der Sonn- und Feiertagsdienste, schilderte Leitner. Zum Hintergrund: Waren früher vor allem Überstunden und Nachtdienste gut bezahlt, werden diese Gelder künftig in die Grundgehälter der Ärzte umgeschichtet, die deutlich angehoben werden. Für - die künftig um ein Drittel reduzierten - Nachtdienste gibt es laut Leitner dafür nur noch geringe Zuschläge. Das neue Gehaltsschema wurde Ende März im Wiener Landtag beschlossen.

Die Ärztekammer zeigt sich allerdings gesprächsbereit: Schon am Montag wolle man mit der Stadt an den Verhandlungstisch zurückkehren, erklärte Leitner. Sollten auch die Gehaltsforderungen der Spitalsärzte im KAV erfüllt werden, ortete er bei der Kurie durchaus Zustimmungsbereitschaft.

apa.at

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