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APA-Artikel 8. April 2015

Spitalsärzte - Wehsely will KAV-Gehälter noch einmal diskutieren

Die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) wertete den Beschluss der Kurie am Dienstag, der Teileinigung bei der Umsetzung des neuen Ärztearbeitszeitgesetzes im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) vorerst nicht zuzustimmen, als "Bestätigung, dass Dialog immer sinnvoll ist". Die offenen Forderungen - etwa nach rückwirkenden Gehaltsanpassungen - will sie noch einmal zur Debatte stellen.

Am Montag werden sich Ärztekammer und Stadt wieder zusammensetzen. "Ich bin mir sicher, dass wir im Rahmen des Dialogs alle noch bestehenden Dissenspunkte auch ausräumen können", betonte Wehsely im Gespräch mit der APA. Immerhin habe die Kurie die bisherigen Verhandlungsergebnisse, die vor allem Arbeitszeitregelungen und Arbeitsbedingungen betreffen, als "guten und klaren Schritt in die richtige Richtung" beurteilt. Sie sehe derzeit zu 90 Prozent Konsens und nur etwa 10 Prozent Dissenspunkte.

Diese haben es allerdings in sich: So forderte die Ärztekammer etwa eine rückwirkende Anpassung der Gehälter ab 1. Jänner 2015 und höhere Zuschläge bei Nacht-, Sonn- und Feiertagsdiensten. Diese machten bisher einen hohen Anteil des Spitalsärztegehalts aus, sie wurden jedoch mit dem Beschluss des neuen Gehaltsschemas im Landtag Ende März in die nun deutlich angehobenen Grundgehälter umgeschichtet.

Grundsätzlich sollen ab Montag alle offenen Punkte - also auch bzw. vor allem die Gehälter - noch einmal zu Debatte stehen, versprach Wehsely. Die Ärztekammer hatte am Dienstag beschlossen, ihre Zustimmung nur einem Gesamtpaket zu erteilen.

apa.at

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