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APA-Artikel 7. April 2015

McDonald 2 - Eigene Strategie für Kindergesundheit vor Umsetzung

Der Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald, will der Kindergesundheit einen besonderen Schwerpunkt widmen. Bei den demnächst startenden Finanzausgleichsverhandlungen will die Sozialversicherung zum Thema Gesundheit mit am Tisch sitzen.

Die Sozialversicherung sei auch in der Vergangenheit als Partner im Gesundheitswesen in die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern eingebunden worden. Er gehe davon aus, dass dies auch diesmal wieder der Fall sein werde, sagte McDonald im APA-Interview. Grundsätzlich geht es ihm darum, den Spitalsbereich gemeinsam zu entlasten und die Finanzierung außerhalb der Spitäler gemeinsam mit den Ländern sicherzustellen. Durch die mit der Gesundheitsreform geschaffenen Zielsteuerungs-Gremien sei eine gemeinsame Vorgangsweise von Bund, Ländern und Sozialversicherung ohnehin bereits eingerichtet.

Im Zuge des für heuer ausgerufenen Jahres der Kindergesundheit sei eine eigene Kinderstrategie aufgestellt worden, die garantieren soll, dass Eltern für ihre Kinder immer einen schnellen und unbürokratischen Zugang zur richtigen Behandlung bekommen. "Vom Fötus bis zum Teenie, von der Schwangerschaftsberatung bis zur Zahnspange soll alles aus einem Guss angeboten werden", erläuterte McDonald das Motto.

Neben der Zahnspangenversorgung für Kinder und Jugendliche mit schweren Fehlstellungen ab 1. Juli und der Kinderrehabilitation, für die im zweiten Halbjahr die Standorte feststehen sollen, umfasst die Kinderstrategie eine Reihe von weiteren Einzelmaßnahmen, berichtete McDonald. So sei eine Mutter-Kind-Beratung bei Schwangeren nach der Hebammen-Beratung gestartet worden.

Zudem gebe es in Wien und der Steiermark Pilotprojekte für eine eigene Beratung von Schwangeren in sozial schwierigen Verhältnissen. Für die Logo-, Ergo- und Physiotherapie wurde ein eigener Behandlungspfad entwickelt. Zur Weiterentwicklung des Mutter-Kind-Passes wurde eine Arbeitsgruppe im Gesundheitsministerium eingerichtet. Gespräche mit dem Gesundheitsministerium gibt es auch für eine Gesundheitsvorsorge von Kindern zwischen sechs und 19 Jahren, die nicht mehr vom Mutter-Kind-Pass erfasst sind und noch keinen Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen haben. Geplant ist auch eine einheitliche Anlaufstelle für Kinder, die Hilfsmittel wie etwa einen Rollstuhl benötigen.

apa.at

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