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APA-Artikel 2. April 2015

Pensionistenverband Österreichs: Nein zur ÖVP-Kranken-Steuer

Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) spricht sich erneut vehement gegen die im neuen ÖVP-Parteiprogrammentwurf festgehaltene Idee der Einführung von allgemeinen Selbstbehalten in der Krankenversicherung aus. "Die Umsetzung dieses Vorschlages würde eine spürbare Belastung für ArbeitnehmerInnen sowie vor allem für PensionistInnen bedeuten und wäre nichts anderes als ein neuerlicher dreister Anschlag auf die Geldbörsel der finanziell Schwächeren. Der PVÖ lehnt deshalb diese "Kranken-Steuer" entschieden ab", stellt der Vizepräsident des PVÖ, Bundesminister a. D. Rudolf Edlinger, unmissverständlich klar. ****

"Ein allgemeiner Selbstbehalt würde jene Bevölkerungsschichten, die durch ihre oftmals schwierigen Arbeitsbedingungen bzw. wegen des fortgeschrittenen Alters veränderten Gesundheitssituationen öfters die Gesundheitseinrichtungen in Anspruch nehmen müssen, überproportional stark belasten", so Edlinger. Zudem würden gewissermaßen durch die Hintertür die positiven Ergebnisse der Steuerreform für viele ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen zunichte gemacht werden. Edlinger: "Das wird der Pensionistenverband mit Sicherheit nicht zulassen!"

Der Hinweis der ÖVP auf bereits bestehende Selbstbehalte für andere Versicherungsgruppen sei bewusst verzerrend und deshalb täuschend, so Edlinger weiter, weil z. B. die Bauern zwar Selbstbehalte leisten müssten, aber ihre Krankenversicherungsbeträge infolge der Bemessung auf den ultraniedrigen Einheitswerten fußen und deshalb deutlich niedriger als bei den ASVG-Versicherten wären. "Ein allgemeiner Selbstbehalt in der Krankenversicherung würde das so bewährte solidarische System im Bereich des ASVG unterlaufen, dem Verzicht auf eigentlich notwenige Arztbesuche und Behandlungen Vorschub leisten und die hohe Zahl der eigentlich ohnehin bereits krank arbeitenden Menschen weiter erhöhen", schloss Edlinger. (Schluss)

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/878/aom

apa.at

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