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APA-Artikel 30. März 2015

Spitalsärzte - Verhandlungen im Wiener AKH stocken

Während es im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) seit vergangener Woche zumindest eine Teillösung für die Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetzes für Spitalsärzte gibt, sieht die Sache im größten Spital Österreichs, dem Wiener AKH, anders aus. Dort sind die Gespräche nach einem Angebot des Rektorats ins Stocken geraten. Der Betriebsrat will nach Ostern über die weitere Vorgehensweise beraten.

Konkret soll am Dienstag nach Ostern entschieden werden, wie weiter vorgegangen wird. Für diesen Tag ist nicht nur die Sitzung der Kurie für angestellte Ärzte der Ärztekammer - in der auch die KAV-Teillösung abgesegnet werden soll -, sondern auch eine Zusammenkunft des AKH-Betriebsrats anberaumt, wie Betriebsrat Martin Andreas am Montag gegenüber der APA erklärte. Verhandlungsrunden seien bis dahin keine mehr geplant.

Denn derzeit hakt es laut Andreas vor allem noch an zwei Punkten: an der Finanzierung im Jahr 2015 sowie an der Umsetzung des mitverantwortlichen Tätigkeitsbereiches, also etwa Blutabnahmen, die künftig nicht mehr von Ärzten, sondern vom Pflegepersonal durchgeführt werden sollen. Für diese Bereiche sei derzeit noch keine Lösung in Sicht.

Bei der Betriebsratssitzung wolle man nicht nur die Entwicklungen im "Gesamtbild Wien", also auch die KAV-Lösung, berücksichtigen, sondern auch auf die Ergebnisse der anderen beiden Unikliniken Graz und Innsbruck schauen, meinte Andreas. Um mehr Druck in die Verhandlungen zu bringen, hatte der Betriebsrat bisher vor allem auf das Mittel der Betriebsversammlungen gesetzt. Zusätzlich beteiligte man sich an den Protestaktionen der KAV-Ärzte.

Auch im Rektorat bestätigte man auf APA-Anfrage den Verhandlungsstopp - denn seit zwei Wochen liege ein neues Angebot auf dem Tisch. Bis jetzt habe man vom Betriebsrat aber noch keine Rückmeldung erhalten.

apa.at

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