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APA-Artikel 27. März 2015

CH: Patienten stellen Akut- und Kinderspitälern gutes Zeugnis aus

Patientinnen und Patienten in Schweizer Akut- und Kinderspitälern sind mit ihrer Behandlung weitestgehend zufrieden. Dies zeigen die Ergebnisse einer Umfrage, die der Verein ANQ im September 2013 durchgeführt hat.

Insgesamt 192 Spitäler - gegen 90 Prozent aller Schweizer Akutspitäler und Klinikstandorte - beteiligten sich an der zum dritten Mal durchgeführten Erhebung, wie es in der Mitteilung des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) vom Freitag heisst.

Über 35'000 ihrer Patientinnen und Patienten, welche die Behandlung abgeschlossen hatten, wurden im September 2013 für die Erhebung angefragt. Sie gaben etwa an, wie zufrieden sie mit der Behandlung waren, wie verständlich die Auskunft durch Ärzteschaft und Pflegepersonal ausfiel und ob ihnen mit Respekt und Würde begegnet wurde.

Gleichzeitig wurden erstmals auch Eltern von hospitalisierten Kindern und Jugendlichen zu denselben Themen befragt. An dieser Umfrage nahmen 30 Kinderspitäler sowie Kinderabteilungen von Akutspitälern teil, 1900 Fragebogen wurden ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen wie in den vergangenen Jahren eine hohe Zufriedenheit: Der Durchschnitt der Antworten beider Befragungen bewegt sich auf einer Skala von 1 bis 10 zwischen 8,6 und 9,4, schreibt der Verein ANQ.

Ein sehr gutes Zeugnis erhalten die Spitäler und deren Personal punkto ethischen Verhaltens. Erwachsene Patientinnen und Patienten fühlten sich überaus respekt- und würdevoll behandelt. Im Durchschnitt resultierte ein Zufriedenheitswert von 9,4. Auch Eltern beantworteten diese Frage positiv: Erreicht wurde ein Mittelwert von 9,3.

Mit einem Wert von 9,2 überaus positiv äusserten sich erwachsene Patientinnen und Patienten zur Frage, ob sie sich nochmals in derselben Klinik behandeln lassen würden. Auch Eltern würden das Spital ihrem Freundeskreis oder ihrer Familie grösstenteils weiterempfehlen.

Die Behandlungsqualität wurde im Schnitt mit 9,0 (Erwachsene) und 8,6 (Eltern für ihre Kinder) beurteilt. Erwachsene bewerteten die Information durch die Ärzteschaft mit durchschnittlich 9,1, die Eltern mit 8,8. Und das Pflegepersonal erhielt für eine Auskünfte von den Erwachsenen einen Durchschnittswert von 9,0, von den Eltern einen von 8,8.

Die Umfrage erlaube es den Spitälern, ihre Qualität laufend zu verbessern, schreibt der Verein ANQ. Alle teilnehmenden Akut- und Kinderspitäler konnten ihre Ergebnisse bereits Anfang 2014 online abrufen, sie intern auswerten und die Werte mit denjenigen der anderen Spitäler vergleichen.

Mitglieder des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken sind der Spitalverband H+, der Dachverband der Krankenkassen santésuisse, die Kantone, die Schweizerische Gesundheitsdirektorenkonferenz und die Eidgenössischen Sozialversicherer. Der Verein arbeitet nicht gewinnorientiert.

apa.at

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