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APA-Artikel 25. März 2015

D: Ärztekammer drängt nach Bestattungsdrama auf bessere Leichenschau

Nach dem Drama um eine fälschlich für tot erklärte Frau in Gelsenkirchen drängen Ärztevertreter auf Verbesserungen bei der Leichenschau. Bestehende Systemfehler sollten abgestellt werden. Derzeit seien die Bedingungen für eine Leichenschau "schwierig", sagte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, am Mittwoch in Münster.

Ein Arzt hatte am Samstag in einem Seniorenheim bei einer 92-Jährigen eine natürliche Todesursache festgestellt. Stunden später wachte die Frau im Kühlraum eines Bestatters auf und schrie um Hilfe. Zwei Tage später starb sie im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Problematisch seien Anforderungen wie die sofortige Untersuchung der unbekleideten Leiche vor Ort sowie die Ermittlung von Todesart und Todesursache, erläuterte Windhorst. Probleme seien die Leichenstarre, hohes Gewicht, Platz- und Lichtverhältnisse und auch moralisch-ethische Schwellen gegenüber Angehörigen. Die Kammer schlägt Modellversuche vor. Dafür solle es aus dem Landeshaushalt Geld geben. Infrage kämen auch staatlich bestellte Leichenbeschauer, sagte Kammersprecher Volker Heiliger.

apa.at

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