zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 25. März 2015

Pflege - Gehaltsverhandlungen in OÖ starteten "konstruktiv"

Während das neue Spitalsärzte-Gehaltsschema in OÖ ab 7. April noch durch eine Urabstimmung muss, stehen als Nächstes die Verhandlungen mit der Pflege und dem nicht-medizinischen Personal am Programm. Sie haben Dienstagnachmittag begonnen. Sowohl LH Josef Pühringer (ÖVP) als auch die Gewerkschaftsvertreter beschrieben das erste Gespräch - laut Aussendung des Landes - als "sehr konstruktiv".

Bis Juli sollen die Verhandlungen mit den Pflegekräften über höhere Gehälter abgeschlossen sein. Es geht um knapp 25.000 Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich (17.615 Vollzeit-Äquivalente) und ein Gehaltsvolumen in der Größenordnung von 900 Millionen Euro. Vier Gewerkschaften sind beteiligt. Bei den diversen Trägern gibt es fünf verschiedene Dienstrechte.

In der ersten Verhandlungsrunde Dienstagnachmittag im Linzer Landhaus fixierten Arbeitgeber und Arbeitnehmer die weitere Vorgangsweise: Bis kommenden Montag soll eine Expertengruppe gebildet werden, für die jede Seite je fünf Vertreter nominieren darf. Die Gruppe unter der Leitung der designierten Landesfinanzdirektorin Christiane Frauscher hat die Aufgabe, die Zahlen- und Datengrundlage sowie einen Bundesländer-Vergleich zu erarbeiten. Erst danach soll die große Verhandlungsgruppe erneut zusammentreffen.

Für die Arbeitgeberseite verhandeln neben Pühringer die LH-Stv. Franz Hiesl (ÖVP) und Reinhold Entholzer (SPÖ), Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP), der Linzer Bürgermeister Klaus Luger und sein Vize Christian Forsterleitner (beide SPÖ), Gemeindebundpräsident Hans Hingsamer und als Vertreterin der Sozialhilfeverbände die Bezirkshauptfrau von Steyr-Land Cornelia Altreiter-Windsteiger. Auf Arbeitnehmerseite waren Norbert Haudum von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG-KMSfB), Peter Csar (Gewerkschaft Öffentlicher Dienst), Helmut Woisetschläger (vida) und Andreas Stangl (GPA-djp) an den Verhandlungen beteiligt.

Pühringer hatte im Vorfeld betont, es sollten die Arbeits- und Rahmenbedingungen im Vordergrund stehen. Daher seien Vergleichsstudien mit anderen Bundesländern erforderlich, die neben dem Gehalt z.B. auch den Pflegeschlüssel umfassen. Personalvertreter hatten zuletzt kritisiert, dass das Pflegepersonal in Niederösterreich und Vorarlberg rund 20 Prozent bzw. 400 bis 500 Euro mehr verdiene als jenes in Oberösterreich.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben