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APA-Artikel 24. März 2015

Spitalsärzte: Politik und Versicherungen appellieren an Wechselberger

Im Zwist um die Ärzte-Arbeitszeit wird nun Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger quasi von höchster Stelle in die Pflicht genommen. Mehrere Minister, führende Landespolitiker sowie Vertreter der Sozialversicherung appellieren in einem offenen Brief an ihn, die "konstruktiven Kräfte" in der Ärzteschaft zu stärken: Es gelte, die Interessen der Ärzteschaft "verantwortungsvoll" zu vertreten.

Kritisiert werden Aussagen "von einigen Vertreterinnen und Vertretern der Ärzteschaft", weil sie den Menschen das Vertrauen ins Gesundheitssystem rauben könnten, wie es in dem der APA vorliegenden Schreiben heißt. Dieses wurde unterzeichnet von den Regierungsmitgliedern Sabine Oberhauser (SPÖ), Hans Jörg Schelling (ÖVP) sowie Rudolf Hundstorfer (SPÖ), weiters dem oberösterreichischen Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP), der Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ), dem Vorarlberger Landesrat Christian Bernhard (ÖVP) und seinem burgenländischem Pendant Peter Rezar (SPÖ). Weiters setzten Peter McDonald, Vorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungen, und WGKK-Obfrau Ingrid Reischl ihre Unterschrift unter den Brief.

Dass protestierende Ärzte immer wieder in den Raum stellen, es drohten "Leistungseinschränkungen" oder "Versorgungsengpässe", trage dazu bei "den Menschen das Gefühl zu geben, dass dieses sehr gute Gesundheitssystem in Gefahr sei", kritisieren sie alle. "Das entspricht nicht den Tatsachen." Gemeinsam weise man "Verhaltensweisen, die geeignet sind, das Vertrauen der Patientinnen und Patienten in das Gesundheitssystem zu schwächen und den eingeschlagenen Reformkurs zu gefährden, entschieden zurück".

Wechseberger wird daher ersucht, "gemeinsam mit uns jenseits von Berufs- und Standesinteressen" an der Gesundheitsreform zu arbeiten "und die Interessen der Ärzteschaft verantwortungsvoll einzubringen". Dies sei "zum Wohle der Patienten" ebenso wie im Interesse der Mediziner selber.

apa.at

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