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APA-Artikel 24. März 2015

D: Versorgungsstärkungsgesetz: Mehr Ärzte aufs Land

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will mit seinem "Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung" (GKV-Versorgungsstärkungsgesetz) die Verteilung der Ärzte in Deutschland verändern. Überversorgung in Ballungsräumen soll entzerrt, Unterversorgung in ländlichen Regionen behoben werden - zum Ärger der niedergelassenen Ärzte. Zentrale Punkte:

- Durch stärkere Anreize, unter anderem bei der Vergütung, sollen Ärzte für eine Niederlassung in unterversorgten oder strukturschwachen Gebieten gewonnen werden.

- Kommunen können durch erleichterte Gründung von medizinischen Versorgungszentren die ärztliche Ansiedlung aktiv mitgestalten.

- Künftig soll eine Praxis in einem überversorgten Gebiet nur dann nachbesetzt werden, wenn dies für die Versorgung der Patienten sinnvoll ist. Die Einzelfallentscheidung treffen Ärzte und Krankenkassen vor Ort.

- Die Kassenärztlichen Vereinigungen werden verpflichtet, Terminservicestellen einzurichten. Sie sollen, wenn nötig, Versicherten mit einer Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Termin bei einem Facharzt vermitteln. Sollte das nicht möglich sein, kann der Patient ein Krankenhaus aufsuchen.

- Bei Eingriffen, bei denen der Verdacht naheliegt, sie würden häufig zu Unrecht vorgenommen, erhalten Versicherte einen Anspruch, eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung einzuholen.

- Zur Förderung von Innovationen in der Versorgung wird ein Innovationsfonds von 300 Millionen Euro jährlich eingerichtet - zunächst von 2016 bis 2019.

apa.at

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