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APA-Artikel 13. März 2015

GdG-KMSfB-Hörmann zu Rainer: Kindergarten-Argument ist kindisch

"Den Leistungen der Wiener Ärztinnen und Ärzte gebührt äußerste Hochachtung. Aber mit kindischen Argumenten tut man ihrer Sache keinen guten Dienst", erklärte heute, Donnerstag, die Bundesfrauenvorsitzende in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB), Christa Hörmann, zu einem Interview des Vereinsgründers Gernot Rainer im ORF-Radio. Rainer hatte argumentiert, Arbeitszeiten von sieben bis 19 Uhr seien in der Ärzteschaft besonders schwierig umzusetzen, da ein großer Teil der Berufsgruppe weiblich sei und keine Kindergartenbetreuung von 7 bis 19 Uhr für ihren Nachwuchs zur Verfügung habe.

"Diese Behauptung ist in zweierlei Hinsicht extrem ärgerlich. Zum ersten, weil sie schlicht und einfach falsch ist. Für die Kinder der Bediensteten des KAV gibt es Betriebskindergärten. Die Öffnungszeiten sind an die Arbeitszeiten der Beschäftigten angepasst. In der Regel haben sie von sechs bis 19.30 Uhr geöffnet", stellte Hörmann klar.

"Zum zweiten ist diese Argumentation ein glatter Affront gegenüber den ArbeitnehmerInnen anderer Berufe mit schwierigen Arbeitszeiten", so Hörmann weiter. Wobei man nach Beispielen nicht weit suchen müsse. Hörmann: "In der Pflege zum Beispiel ist der Frauenanteil noch weit höher. Die Kolleginnen werden sich bedanken, wenn man ihnen sagt, dass ihre Dienstzeiten aus Sicht des Herrn Dr. Rainer für sie absolut zumutbar sind, aber für Ärztinnen nicht. Dieses Auseinanderdividieren von einzelnen Berufsgruppen ist unzumutbar."

Rückfragehinweis: GdG-KMSfB - Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, 01/ 313 16 83615

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/143/aom

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