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APA-Artikel 12. März 2015

Pflegepersonal - Krankenhausmitarbeiter in Tirol fordern Lohnerhöhung

Nach der vorläufigen Einigung im Ärztestreit auf eine Übergangslösung für 2015, die den rund 900 Landesärzten eine Gehaltsaufbesserung von insgesamt 11,2 Millionen Euro bringt, fordern auch die 12.000 Krankenhausmitarbeiter in Tirol mehr Geld. Man wolle eine rund 20-prozentige Lohnerhöhung, sagte Tilak-Zentralbetriebsratsvorsitzender Gerhard Hödl der APA am Donnerstag.

Die Forderung betreffe die Krankenpfleger, das sonstige medizinisches Personal und die Beschäftigten in der Verwaltung. "Wir wollen nicht berufsbezogen auftreten", meinte Hödl zum gemeinsamen Anliegen aller Beschäftigten, das auch von der Gewerkschaft, der Arbeiterkammer und sämtlichen Betriebsräten aller zehn Tiroler Krankenhäuser unterstützt werde. Die Mitarbeiter sollen damit verdienstmäßig zu ihren Kollegen in Vorarlberg aufschließen. Auch die Krankenhausmitarbeiter in Kärnten oder Niederösterreich würden derzeit mehr verdienen als jene in Tirol, bemängelte der Betriebsratsvorsitzende. Dabei seien im Bundesland die Lebenskosten am höchsten.

Mit der Reduzierung der Arbeitszeit der Pflegekräftige in Folge des neuen Arbeitszeitgesetzes hänge die Forderung übrigens nicht unmittelbar zusammen. Dies sei in Tirol nicht das große Problem. Vielmehr gehe es im Pflegebereich darum, dass die Arbeitsanforderung mittlerweile so hoch geworden sei. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, starteten die Personalvertreter an den Landeskrankenhäusern und den Bezirksspitälern einen Unterschriftenaktion. Diese laufe noch bis Ende März. Dann sollen Verhandlungen mit Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) aufgenommen werden, meinte Hödl.

apa.at

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