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APA-Artikel 12. März 2015

Pflegepersonal - Verhandlungen in Oberösterreich ab 24. März

In Oberösterreich starten die Verhandlungen mit den Pflegekräften über höhere Gehälter im Zuge des neuen Arbeitszeitgesetzes am 24. März. Bis Juli will man fertig sein. Es geht um knapp 24.000 Beschäftigte und ein Gehaltsvolumen in der Größenordnung von 900 Millionen Euro.

Personalvertreter hatten zuletzt kritisiert, dass das Pflegepersonal in Niederösterreich und Vorarlberg rund 20 Prozent bzw. 400 bis 500 Euro mehr verdiene als jenes in Oberösterreich. Neben Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) als Finanzreferent werden auf der Arbeitgeberseite Personalreferent LH-Stv. Franz Hiesl (ÖVP), die beiden Gemeindereferenten Reinhold Entholzer (SPÖ) und Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP), Städtebundpräsident Klaus Luger und Gemeindebundpräsident Hans Hingsamer sowie die Bezirkshauptfrau von Steyr-Land, Cornelia Altreiter-Windsteiger, für die Sozialhilfeverbände verhandeln.

In Vorarlberg sei die im Juli 2013 umgesetzte Gehaltsreform ein guter Ausgangspunkt für alle in den Landeskrankenanstalten beschäftigten Mitarbeiter gewesen, betonte der zuständige Landesrat Christian Bernhard (ÖVP) auf APA-Nachfrage. Es gebe jetzt noch Gespräche über Zulagen mit einzelnen Berufsgruppen, darunter auch den Pflegekräften, diese liefen aber anders als in anderen Bundesländern "ohne große Emotionen ab", sagte Bernhard.

Die Gehaltsreform für alle Berufsgruppen hat dem Land Vorarlberg Mehrkosten von 13,5 Millionen Euro pro Jahr verursacht. Bernhard betonte, dass im Gegensatz zu den Ärzten die Arbeitszeiten bei den Pflegekräften im Ländle nicht überschritten worden seien. Er räumte aber ein, dass es zum Teil schon Überstunden gebe. Diese beruhten jedoch großteils auf ungünstigen Diensteinteilungen. In Krankenhäusern mit sehr hohen Mehrarbeitszeiten müsste man gegebenenfalls über mehr Personal nachdenken.

In den niederösterreichischen Krankenhäusern leisten Pflegekräfte aktuell im Durchschnitt 38 Stunden plus zwei Überstunden, bei den Ärzten sind es 44,3 Stunden, hieß es aus dem Büro vom zuständigen Landesrat Karl Wilfing (ÖVP). Der Grundstein wurde mit dem Spitalsärztegesetz aus dem Jahr 2012 gelegt, das eine Höchststundenanzahl von 48 Stunden im Durchschnitt vorsieht. Beim Pflegepersonal seien die 48 Stunden schon davor unterschritten worden, wurde betont.

Auch in der Steiermark wurde bisher keine öffentliche Aufregung seitens des Pflegepersonals laut. Der steirische Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) sagte auf APA-Anfrage, dass der Prozess noch laufe und auch Gespräche mit den Pflegekräften geführt würden.

apa.at

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