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APA-Artikel 10. März 2015

Spitalsärzte - KAV-Chef beteuert: Reden intensiv mit den Ärzten

Im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) wird geprüft, ob und wie man bei den Diensten - vor allem bei jenen in der Nacht - Besetzungen reduzieren kann. Die diesbezüglichen Überlegungen würden strukturiert geschehen und vor allem im "intensiven Dialog" mit den Ärzten. Das hat der Chef der Gemeindespitäler, Udo Janßen, am Dienstag im APA-Interview versichert.

Am Tag eins nach der Ablehnung der zwischen Stadt und Arbeitnehmern erzielten Einigung zur Ärztearbeitszeit sitzt der KAV-Generaldirektor laut eigenen Angaben bereits wieder in Arbeitsgruppen, wo über die weitere Umsetzung der Strukturmaßnahmen diskutiert wird. Dass die Gemeindeärzte das Verhandlungsergebnis mit überwältigender Mehrheit abgelehnt haben, hat laut dem KAV-Generaldirektor keine Auswirkungen auf diese Gesprächsrunden.

Man habe eine Vereinbarung abgeschlossen, die auf gesetzlichen Vorgaben basiere, verwies er auf die Notwendigkeit einer Neugestaltung der Arbeitszeiten. Über die nun erfolgte Ablehnung sei mit den Ärzten diskutiert worden, berichtete Janßen, der durchaus Verständnis artikulierte: "Es gibt bei jeder Veränderung gewisse Ängste." Derartige Maßnahmen hätten immerhin auch Auswirkungen auf individuelle Lebensweisen.

"Aber wir glauben, dass wir nun flexibler auf diese Bedürfnisse eingehen können", zeigte sich der KAV-Manager überzeugt. Dies werde durch die neuen Dienstformen, die sich etwa durch unterschiedliche Dienstlängen auszeichnen, möglich. "Keiner wird sich das alte Modell in fünf Jahren wieder wünschen", prophezeite Janßen.

Die Änderungen seien jedenfalls nur gemeinsam mit den Ärzten möglich. Wobei es hier je nach Größe der Abteilungen "unterschiedliche Potenziale" gebe. Abgeklärt und besprochen würden diese nun in einer regelrechten "Workshopkaskade".

Janßen wies weiters darauf hin, dass die neue Regelung auch Vorteile für Patienten bringe - die künftig mehr Leistungen den ganzen Tag über in Anspruch nehmen könnten. Einer der maßgeblichen Punkte des Paktes sieht nämlich vor, dass die Nachtdienste nicht mehr wie bisher um 13.00 Uhr beginnen, sondern tatsächlich erst am Abend.

apa.at

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