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APA-Artikel 10. März 2015

Spitalsärzte - FPÖ warnt vor Engpässen in der Versorgung

Die FPÖ warnt vor dem geplanten Abbau von Ärztestellen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV). Dass Wien mehr als 380 Posten streichen will, bedeute, dass bei der medizinischen Versorgung gespart werde. Das sei insofern bedenklich, da der Bedarf an Ärzten in Wien eher höher und nicht weniger werde, versicherte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Dienstag in einer Pressekonferenz.

"In Österreich darf es solche Zustände nicht geben, dass die Bürger fürchten müssen, nicht aufgenommen zu werden", skizzierte der Chef-Blaue die Folgen einer seines Erachtens "desaströsen Politik". Die Stadt sei seit zwölf Jahren säumig, so lange wisse man, dass die EU-Richtlinie zur Ärztearbeitszeit umgesetzt werden müsse.

Der nicht amtsführende FPÖ-Stadtrat David Lasar verwies darauf, dass Wien um rund 30.000 Menschen pro Jahr wachse. Dass im Gesundheitsbereich abgebaut werde, sei darum fatal: "Im KAV fehlen jetzt schon Minimum 100 Ärzte." Nun werde die Knappheit nochmals verschärft. Lasar forderte umgehend die "Reparatur" der von den KAV-Ärzten abgelehnten Einigung und kritisierte, dass Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) trotz der "schweren Niederlage" gegen Nachverhandlungen sei.

Lasar verwies auch auf die Situation im Allgemeinen Krankenhaus (AKH). Morgen, Mittwoch, würden sich die Ärzte dort zu einer Dienstversammlung treffen. Die Ambulanzen würden dadurch nur für akute Notfälle geöffnet sein.

Auf Antrag der Freiheitlichen wird am Freitag auch eine Sondersitzung des Wiener Gemeinderates stattfinden. Man werde dort "viele Themen" ansprechen, kündigte Wiens FP-Klubchef Johann Gudenus heute an. So wollen die Rathaus-Blauen auch über den Bau des Krankenhauses Nord reden. Dort, so versichern sie, herrsche "Chaos" auf der Baustelle, die Eröffnung werde wohl auf den "St. Nimmerleinstag" verschoben, befürchtet die FPÖ.

apa.at

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