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APA-Artikel 10. März 2015

Spitalsärzte - Niedergelassene Ärzte fordern Kriseninterventionspaket

Nicht nur in den Krankenhäusern könnte es nach der Ablehnung des Verhandlungsergebnisses durch die Wiener Spitalsärzte demnächst eng werden - sondern auch in den Ordinationen, warnte jedenfalls der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer und Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte, Johannes Steinhart, am Dienstag in einer Aussendung. Er verlangte ein sofortiges "Kriseninterventionspaket".

Steinhart forderte Stadt und Gebietskrankenkasse (WGKK) auf, sofortige Verhandlungen über den Ausbau des Kassensystems in Wien zu führen. Nur so könne man einen Kollaps des Systems verhindern. Derzeit fehle es noch völlig an der Umsetzung der dringend notwendigen Strukturveränderungen im Wiener Gesundheitssystem. Daher sei es "nur zu verständlich", dass das Verhandlungsergebnis mit dem KAV von den betroffenen Ärztinnen und Ärzten abgelehnt wurde, so Steinhart.

Unter den gegebenen Rahmenbedingungen komme es unweigerlich zu einer massiven Verschlechterung der Versorgung für die Patienten: "Es hat für mich momentan oberste Priorität, mich mit der Gemeinde Wien und der WGKK an einen Tisch zu setzen und ein Kriseninterventionspaket zu beschließen." Es brauche nicht nur endlich zumindest 300 neue Kassenstellen in Wien, sondern auch eine sofortige Aufhebung sämtlicher Deckelungen in den Kassenordinationen, damit der "Ansturm der Patienten" aufgefangen werden könne.

"Unumgänglich" sei auch eine sofortige Aussetzung zeitraubender Bürokratie in den Ordinationen: "Allein die Abschaffung der Chefarztpflicht würde eine bedeutende Vereinfachung des Praxisalltags und somit zusätzliche Kapazitäten für Patienten bewirken." Steinhart urgierte zudem Investitionen in den Ärztefunkdienst, der eine zuverlässige und effiziente Säule des Gesundheitssystem darstelle, wie er versicherte.

apa.at

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