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APA-Artikel 10. März 2015

Spitalsärzte: Oberhauser ortet Fehler in der Kommunikation

Nachdem die Wiener Spitalsärzte das Dienstzeitenlösungspaket für die Mediziner des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) abgelehnt haben, sieht Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) Fehler in der Kommunikation. Beide Seiten sollten nun an die Patienten denken, erklärte sie am Dienstag vor dem Ministerrat gegenüber Journalisten.

Es sei ein "gutes Paket abgeschlossen" worden, dieses wurde aber aus ihrer Sicht "nicht gut kommuniziert". Als "Patientin, Ministerin und Mensch" appellierte sie nun an die Beteiligten, sich an den Tisch zu setzen und das gute Paket zu kommunizieren. Der Konflikt werde etwa anders als bei Pilotenstreiks direkt beim Menschen geführt und dies müssten beide Seiten berücksichtigen. Sie selbst habe demnächst wieder eine Chemotherapie und eine Operation und "so geht es Tausenden". Beide Seiten sollten sich daher die Sicht der Patienten zu Herzen nehmen.

Woran es scheitert, das wisse sie nicht, sie geht aber davon aus, dass sich beide Seiten vorher überlegt haben, was sie unterschreiben. Auf die Frage, ob es Sachverhandlungen geben soll, meinte die Ressortchefin: "Da mische ich mich nicht ein." Grundsätzlich müsse man darauf achten, dass der Arbeitsplatz für Mediziner gut bleibt, meinte sie zu der Befürchtung, dass ein Ärztemangel drohen könnte: "Achtsam muss man sicher sein."

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) zeigte "nicht wirklich Verständnis" für die Ärzte. Für Nachverhandlungen sah er "keinen Spielraum", er meinte auch, dass gegenseitig viel Misstrauen vorhanden sein dürfte.

apa.at

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