zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 9. März 2015

Spitalsärzte - Wiener Opposition regt Nachverhandlungen für KAV an

Nach dem deutlich negativen Votum der KAV-Mediziner regt - neben Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres - auch die Wiener Rathaus-Opposition Nachverhandlungen an. Wobei die ÖVP am Montag auch den Kammerchef selbst in die Pflicht nahm. "Denn schlussendlich ist er für Verhandlungsergebnisse mitverantwortlich", meinte Landesparteichef Manfred Juraczka via Aussendung. Die FPÖ sieht eine "Katastrophe".

"Das Ergebnis der Urabstimmung der Krankenhausärzte des Wiener Krankenanstaltenverbundes ist sehr ernst zu nehmen und dementsprechend muss Stadträtin Wehsely wieder zurück an den Verhandlungstisch", kritisierte Juraczka freilich in erster Linie die Gesundheitsressortchefin. Diese habe mehr als zehn Jahre tatenlos zugesehen, obwohl sie genau gewusst habe, dass eine Änderung im Dienstrecht umgesetzt werden muss. Die Hausaufgaben beim Gesundheitskonzept müssten noch einmal überdacht werden, "bevor ein komplettes Chaos ausbricht".

Die FPÖ bezeichnete die nicht durchgebrachte Lösung gar als Katastrophe und forderte die Stadt auf, "weitere Verhandlungen nicht zu blockieren". Die Ablehnung der von Kammer, Gemeinde und Gewerkschaft bereits vereinbarten Lösung durch die KAV-Mediziner sei "ein deutliches Signal, dass die Wiener Spitalsärzte nicht mehr länger bereit sind, die mit der Kürzung der Arbeitszeit verbundene Verschlechterung ihrer Einkommenssituation hinzunehmen", interpretierte der blaue Nationalratsabgeordnete Andreas Karlsböck. Die Ende Jänner von Wehsely und Szekeres präsentierte Lösung hatte neben einer Neuordnung der Dienstzeiten und einer Reduktion der Nachtdienste um ein Drittel auch höhere Grundgehälter beinhaltet.

Die Opposition will die Situation beim KAV auch im Stadtparlament noch einmal ins Rampenlicht rücken. Dafür hatten die Stadt-Blauen bereits vor dem Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses einen Sonder-Gemeinderat zum Thema KAV verlangt. Er geht am Freitag über die Bühne.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben