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APA-Artikel 2. März 2015

KRAGES schulte 2014 im Burgenland 487 Personen im Gesundheitsbereich

Im Vorjahr wurden in Einrichtungen der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten GmbH) 487 Personen im Gesundheitsbereich ausgebildet, zog Landesrat Peter Rezar (SPÖ) am Montag Bilanz. Insgesamt wurden 393.000 Ausbildungsstunden geleistet, rund zwei Millionen Euro flossen dabei in den Betrieb der Schule für Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege in Oberwart mit ihrer Expositur in Frauenkirchen.

Die Ausbildungsquote in der KRAGES übersteige jene in landesnahen Unternehmen um mehr als das Dreifache, so Rezar. Trotzdem gebe es, umgelegt auf die Betten, die niedrigsten Verwaltungskosten aller Krankenanstaltenrechtsträger: Auf 100 Betten kämen im Burgenland 12,6 Verwaltungsbedienstete, im Österreich-Schnitt seien es 20,6, erläuterte Rezar.

Durch die Modernisierung der Spitäler und den Ausbau des Leistungsspektrums gebe es einen zusätzlichen Bedarf an diplomiertem Pflegepersonal, so der Landesrat. Im Burgenland gebe es mittlerweile 44 Altenwohn- und Pflegezentren mit rund 2.150 Betten, wo ebenso Fachpersonal benötigt wird. Zusätzlich brauche man Pflegehelferinnen. Auch im Zuge der geplante Entlastung der Ärzte durch die Verminderung der Ärztearbeitszeit übernehme das Pflegepersonal eine wichtige Aufgabe.

Dieser Entwicklung habe man mit der Führung von zwei Klassen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Oberwart und der Gründung der Expositur in Frauenkirchen Rechnung getragen, so Rezar. Mit den Berufsausbildungsinstituten bfi und WIFI seien in den vergangenen Jahren in allen Bezirken außerdem weit über 1.000 Pflegehelferinnen ausgebildet worden.

Einer Hochrechnung zufolge würden im Burgenland bis zum Jahr 2018 noch rund 150 bis 200 Pflegeplätze im stationären Bereich gebraucht. Gleichzeitig bemühe man sich, den Bedarf etwas zu dämpfen. Dazu laufen Pilotprojekte, bei denen in unmittelbarer Umgebung eines Altenwohn- und Pflegezentrums Wohnmöglichkeiten angeboten werden, erläuterte Rezar.

Dieses "Betreute Wohnen Plus" richte sich an Menschen der Pflegestufe eins, in Ausnahmefällen bis vier. Man habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen in so einem Umfeld sehr lange mobil bleiben, sagte Rezar. In Pinkafeld gebe es bereits über 30 solcher Wohnungen. "Wir haben sogar vereinzelt Fälle, wo die Pflegestufe zurückgeht", so der Landesrat.

apa.at

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